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Sie kennen das Meme, aber kennen Sie die Geschichte hinter „Keep Calm and Carry On“?

Keep Calm and Carry On
chrisdorney / Shutterstock.com

Das Zitat ist tatsächlich über 80 Jahre alt und hat eine eher düstere Entstehungsgeschichte.

Manchmal ist ein Bild so allgegenwärtig, dass man es irgendwann gar nicht mehr wahrnimmt.

Es prangt auf Kaffeetassen, Babykleidung und billigen Stoffbeuteln und blickt uns aus Schaufenstern von Souvenirläden auf der ganzen Welt entgegen.

Und Sie haben mit Sicherheit schon unzählige Memes gesehen, die auf der Botschaft „Keep Calm and Carry On“ basieren – mit Varianten wie „Keep Calm and Drink Coffee“ oder „Keep Calm and Stay Positive“.

Doch die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie den Ursprung des Memes nicht kennen – und noch größer, dass Sie nicht wissen, wie eng der berühmte Slogan mit dem Zweiten Weltkrieg verbunden ist.

Eine verborgene Geschichte

Laut der University of London entwickelte eine britische Regierungsbehörde das Konzept im Sommer 1939. Aus dieser Gruppe entstand später das legendäre Ministry of Information.

Die Verantwortlichen wollten eine klare Botschaft vermitteln, die nüchterne Zurückhaltung ausdrückte. Zur Vorbereitung auf den Krieg druckten sie fast zweieinhalb Millionen Plakate.

Dann änderte sich der Plan jedoch vollständig. Das Design wurde niemals offiziell veröffentlicht, und fast jede einzelne Kopie wurde 1940 recycelt, weil die Regierung mit Papiermangel zu kämpfen hatte.

Nur eine winzige Handvoll entging den Zerkleinerungsmaschinen.

Zweites Leben

Das Plakat blieb jahrzehntelang völlig unbekannt. Das änderte sich im Jahr 2000, als jemand in einer Buchhandlung in Northumberland zufällig auf ein Originalexemplar stieß.

Fast sofort begannen Händler, Nachdrucke an begeisterte Kunden zu verkaufen. Innerhalb weniger Monate entwickelte sich daraus ein weltweiter Trend.

Jetzt haben Sie also ein kleines Stück „Wussten Sie schon?“-Wissen, mit dem Sie Freunde und Kollegen beeindrucken können – oder sich den Ruf eines Besserwissers einhandeln.

Quellen: University of London