Die Energieinfrastruktur ist zu einem wachsenden Ziel im Krieg zwischen der Ukraine und Russland geworden.
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Jüngste Angriffe deuten darauf hin, dass Kiew sich zunehmend darauf konzentriert, Moskaus wirtschaftliche Lebensadern zu unterbrechen.
Ein neuer Angriff auf die Ostseeküste wirft nun Bedenken hinsichtlich der russischen Exportkapazität auf.
Häfen unter Beschuss
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht den russischen Hafen Ust-Luga angegriffen und laut Reuters und Onet News ein Feuer in einem der größten Ölexportzentren des Landes verursacht.
Der Hafen schlägt rund 700.000 Barrel Öl pro Tag um.
Das Feuer breitete sich auf die Infrastruktur für Ölprodukte, Kohle und Düngemittel aus.
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Rauch über die Grenze
Laut der finnischen Helsingin Sanomat war Rauch des Feuers von der finnischen Küste aus sichtbar.
Der Hafenkomplex umfasst Dutzende von Treibstofftanks und umfangreiche Lagereinrichtungen.
Berichten zufolge konnte das Feuer in weiten Teilen des Finnischen Meerbusens gesehen werden.
Auch in Primorsk, Russlands größtem Ostseeölhafen, wurden die Aktivitäten eingestellt.
Die Anlage, die bis zu einer Million Barrel pro Tag umschlagen kann, wurde Tage zuvor bei einem separaten Drohnenangriff getroffen.
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Obwohl beide Häfen die Aktivitäten kurzzeitig wieder aufgenommen haben, ist der volle Betrieb noch nicht wiederhergestellt.
Auswirkungen auf den Export
Analysten schätzen, dass derzeit bis zu 40 % der russischen Kapazität zur Verarbeitung von Ölexporten betroffen sind.
Dies könnte zu Störungen von etwa zwei Millionen Barrel pro Tag führen.
Auch andere Einrichtungen, darunter der Schwarzmeerhafen Noworossijsk, sind von Verzögerungen betroffen.
Die Unterbrechung hat zu einem Stau von Tankern geführt, die auf das Laden von Fracht warten.
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Schifffahrtsdaten zeigen, dass derzeit Dutzende von Schiffen im Finnischen Meerbusen festsitzen.
Viele warten auf den Zugang zu Primorsk und Ust-Luga.
Quellen: Onet News, Reuters, Helsingin Sanomat
