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Kreml reagiert auf Selenskyjs Warnung, dass der russische Luftraum „faktisch geschlossen“ werde

Oil Refinery Attacks/Russian
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Der Verkehrsminister versucht, die Bedrohung durch ukrainische Drohnen herunterzuspielen.

Russische Behörden versuchen, wachsende Ängste um die Sicherheit ihres Luftraums zu zerstreuen.

Verkehrsminister Andrei Nikitin versprach am Mittwoch, dass der inländische Flugverkehr trotz eskalierender Drohnenaktivität landesweit ohne größere Störungen fortgesetzt werde.

Über die Nachrichtenagentur Interfax, zitiert von The Moscow Times, erklärte Nikitin, dass die zivilen Luftfahrtbehörden „die Anforderungen an die Flugsicherheit und Flughafensicherheit ständig verbessern, und wir haben Lösungen für all dies“, während sie eng mit Militär- und Verteidigungspersonal zusammenarbeiteten.

„Und ich glaube, dass wir keine signifikanten Störungen des zivilen Luftverkehrs zulassen werden“, fügte Nikitin laut The Moscow Times hinzu.

Seine Äußerungen erfolgten unmittelbar nachdem der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gewarnt hatte, dass Kiews Drohnenangriffe den russischen Luftraum in eine unsichere Zone für kommerzielle Flugzeuge verwandelten.

In seiner nächtlichen Ansprache an das ukrainische Volk sagte Selenskyj, dass, obwohl die russischen Behörden dies nicht ordnungsgemäß bekannt gäben, „der russische Luftraum faktisch geschlossen wird“.

Auswirkungen auf den Passagierflugverkehr

Die Warnungen wandelten sich schnell von politischer Rhetorik zu sichtbaren Störungen auf den Anzeigetafeln der Flughäfen. Laut Tracking-Daten von Flightradar24 verzeichnete der Moskauer Flughafen Scheremetjewo allein am Mittwoch 21 gestrichene Flüge sowie 235 Verspätungen.

Am nahegelegenen Flughafen Wnukowo meldeten die Behörden 22 vollständige Annullierungen und fast 100 verspätete Abflüge.

Auch ausländische Fluggesellschaften spürten den Druck. Der türkische Betreiber Pegasus Airlines strich mehrere Flüge nach Moskau unter Berufung auf technische und operative Hürden, obwohl einige Routen später in der Woche den normalen Betrieb wieder aufnahmen.

Unterdessen informierte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha formell die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) darüber, dass kommerzielle Flüge über Russland derzeit erhebliche Sicherheitsrisiken bergen.

Längerfristige Risiken

Luftfahrtexperten warnen, dass die Turbulenzen weit mehr als eine vorübergehende Störung seien. Eine Sicherheitswarnung des Risikoanalyseunternehmens Osprey Flight Solutions hob hervor, dass, während Angriffe tief im Landesinneren weiterhin auf Gebiete innerhalb von 300 Kilometern von der Grenze konzentriert blieben, tägliche Angriffe nahe großer urbaner Zentren wie Moskau und St. Petersburg wahrscheinlich bis 2026 anhalten würden.

„Es besteht auch eine realistische Möglichkeit, dass die Häufigkeit ukrainischer Angriffe kurzfristig tief im russischen Territorium weiter zunehmen werde“, merkte das Unternehmen in seinem Bericht an seine Kunden an.

Die Warnung wies ferner darauf hin, dass „Fehlkalkulationen und/oder Fehlidentifikationen in Gebieten, die mit dem Ukraine-Konflikt in Verbindung stehen, wahrscheinlich sind“, was ernsthafte Bedenken sowohl für ausländische als auch für inländische Fluggesellschaften aufwerfe.