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Ptin hat mehr als das gesamte BIP Kroatiens ausgegeben, um Sanktionen zu umgehen, laut Geheimdiensten

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Harold Escalona / Shutterstock.com

Dies entspricht einer jährlichen Ausgabe von 1,2 % des russischen BIP.

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Hinter Moskaus selbstbewusster öffentlicher Darstellung verbirgt sich eine andere Geschichte, wie interne Einschätzungen zeigen.

Der lettische Sicherheitsdienst (SAB) hat einen Bericht veröffentlicht, in dem es heißt, dass interne Schätzungen der russischen Regierung darauf hindeuten, dass Russland zwischen 2022 und 2025 etwa 130 Milliarden Dollar ausgegeben hat, um Sanktionen zu umgehen und sich beschränkte westliche Güter zu sichern.

Das entspricht etwa 32,5 Milliarden Dollar pro Jahr.

Zum Vergleich: Das russische BIP beträgt laut Worldometer 2,66 Billionen Dollar, was bedeutet, dass Russland jährlich etwa 1,2 % seines BIP für die Umgehung von Sanktionen ausgibt.

Der Gesamtbetrag, der im Vierjahreszeitraum von 2022 bis 2025 ausgegeben wird, entspricht etwa 4,9 % des derzeitigen russischen BIP.

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Und noch ein Vergleich: Das BIP Kroatiens beträgt laut Worldometer 116,57 Milliarden Dollar.

Schätzungen wahrscheinlich untertrieben

Der lettische Geheimdienst warnt, dass diese Zahlen wahrscheinlich untertrieben sind. Er erklärt, dass umfassendere Auswirkungen wie steigende Transportkosten, schwächere Unternehmensgewinne und sinkende Staatseinnahmen die Auswirkungen deutlich verstärken.

Besonders anfällig bleibt der Energiesektor. Die Verluste könnten sich über fünf Jahre auf 216,5 Milliarden Dollar belaufen, wenn die Europäische Union ein vollständiges Embargo verhängt und große Abnehmer ihre Käufe reduzieren.

Die Exporte in wichtigen Industriezweigen sind bereits stark rückläufig. Die Eisenerzlieferungen sind um etwa 40 % gesunken, während auch die Metall-, Chemie- und Holzindustrie starke Rückgänge verzeichnet haben.

Prognosen russischer Institutionen deuten auf weitere Verluste in Höhe von mindestens 136 Milliarden Dollar bis 2030 hin. Kombinierte Risiken könnten den Außenhandel um bis zu 175,5 Milliarden Dollar schrumpfen lassen.

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Handelsbeziehungen lösen sich auf

Der Zusammenbruch des Handels allein mit der EU hat Russland rund 70 Milliarden Dollar gekostet, berichtet der SAB.

Gleichzeitig schrecken sekundäre Sanktionen alternative Partner ab.

Länder wie China, Indien und die Türkei sind zunehmend vorsichtig bei der Ausweitung des Handels, da sie potenzielle Strafen fürchten. Russische Analysten räumen ein, dass verlorene Märkte sich wahrscheinlich nicht innerhalb von fünf Jahren erholen werden.

Laut SAB schränken die Sanktionen Russlands finanzielle und technologische Kapazitäten ein und schwächen seine Fähigkeit, die militärischen Anstrengungen in der Ukraine aufrechtzuerhalten.

Trotzdem setzt der Kreml seine Politik fort, wobei inländische Systeme und Botschaften die Anerkennung der wirtschaftlichen Realität einschränken. Die Behörde warnt, dass eine Lockerung der Sanktionen die Wiederbewaffnung beschleunigen und antiwestliche Allianzen stärken könnte.

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Quellen: Lettischer Sicherheitsdienst (SAB), Worldometer, Ukrinform