Startseite Krieg Putin kritisiert seine Beamten scharf und fordert „detaillierte Berichte“

Putin kritisiert seine Beamten scharf und fordert „detaillierte Berichte“

Russian economy
Ronnie Chua / Shutterstock.com

Russlands Wirtschaft beginnt unter dem Druck zu ächzen.

Die Sanktionen greifen immer stärker und der Krieg zehrt weiter an den Ressourcen, während mehrere Branchen den Druck zu spüren bekommen.

Hinter den Kulissen wächst die Sorge, dass die Risse immer schwerer zu ignorieren sind.

Verlangsamtes Wachstum

Laut Reuters, zitiert von Digi24, schrumpfte die russische Wirtschaft in den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 um 1,8 %, was in der Regierung Besorgnis auslöste.

Der Abschwung folgt auf eine deutliche Verlangsamung des jährlichen Wachstums, das 2025 auf rund 1 % fiel, nachdem es im Vorjahr noch 4,9 % betragen hatte.

Diese Abkühlung wird in Verbindung gebracht mit einer straffen Geldpolitik der Zentralbank und anhaltenden westlichen Sanktionen, die auf wichtige Einnahmequellen, insbesondere Ölexporte, abzielen.

Trotz eines vorübergehenden Anstiegs der Ölpreise im März, bedingt durch Spannungen im Nahen Osten, bleiben die allgemeinen Aussichten gedämpft.

Offizielle Bedenken

Während eines Treffens mit führenden Wirtschaftsvertretern, darunter Zentralbankchefin Elvira Nabiullina und Finanzminister Anton Siluanov, sagte Putin, die bisherigen Erklärungen seien unzureichend.

„Ich hoffe, heute detaillierte Berichte über den aktuellen Zustand der Wirtschaft und die Gründe zu hören, warum die makroökonomischen Indikatoren die Erwartungen noch nicht erfüllen“, sagte er und betonte, dass die Ergebnisse selbst die offiziellen Prognosen unterschreiten.

Die Regierung hatte für 2026 ein Wachstum von 1,3 % prognostiziert, obwohl Beamte bereits gewarnt haben, dass diese Zahl aufgrund der schwachen Frühjahrsleistung nach unten korrigiert werden könnte.

Forderungen nach Maßnahmen

Putin forderte sein Team auf, neue Strategien zur Wachstumsförderung zu entwickeln, mit dem Schwerpunkt, die Geschäftsaktivität zu fördern und qualifizierte Arbeitskräfte in produktivere Sektoren umzuverteilen.

Er verwies auch auf Pläne, die Abhängigkeit von volatilen Rohstoffeinnahmen zu verringern, wobei jedoch keine Einzelheiten genannt wurden.

Unterdessen hat der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für Russland für 2026 kürzlich leicht nach oben korrigiert, von 0,8 % auf 1,1 %, was Veränderungen auf den globalen Energiemärkten widerspiegelt.

Quellen: Reuters, Digi24