Startseite Krieg Putin blamiert sich: Teure „Wunderwaffe“ zerstört nur leere Garagen

Putin blamiert sich: Teure „Wunderwaffe“ zerstört nur leere Garagen

Oreshnik missiles
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Der russische Staatschef behauptet öffentlich, die hochentwickelte Waffe sei „unabfangbar“.

Militärkommandeure verlassen sich oft auf hochgepriesene technologische Wunderwerke, um einen leichten Sieg auf dem Schlachtfeld zu erringen.

Doch manchmal führen massive finanzielle Investitionen zu einer völlig enttäuschenden physischen Zerstörung.

Die Realität entspricht selten der glänzenden Propaganda.

Ein massiver Fehlschlag

Russische Streitkräfte haben kürzlich eine kolossale Hyperschall-Ballistikrakete vom Truppenübungsplatz Kapustin Yar abgefeuert. Die Waffe raste auf die ukrainische Stadt Bila Tserkva zu.

Trotz ihres furchterregenden Rufs traf die hochentwickelte Oreshnik-Rakete letztendlich ein gewöhnliches lokales Parkhaus. Ukrainische Behörden bestätigten, dass der Einschlag mehrere kleine Schuppen vollständig zerstörte, ohne dass am Boden Todesopfer gemeldet wurden.

Analysten schätzen die gesamten Produktionskosten für einen einzelnen Start auf zig Millionen, so Die Welt, zitiert von Onet. Dieses astronomische Preisschild macht die Zerstörung einiger leerer Garagen zu einer massiven militärischen Blamage für Wladimir Putin.

Physik und Mängel

Die enorme vierzig Tonnen schwere Waffe nutzt ein Feststofftriebwerk, um Geschwindigkeiten von über Mach 10 zu erreichen. Diese furchterregende Geschwindigkeit erzeugt beim Wiedereintritt eine brennende Plasmaschicht um die Rakete.

Diese extreme Hitze blockiert vollständig wichtige Funk- und Satellitensignale daran, die internen Leitsysteme zu erreichen. Infolgedessen können Bediener keine Echtzeit-Kurskorrekturen vornehmen, um präzise militärische Ziele genau zu treffen.

Die Welt merkt an, dass die Waffe im Wesentlichen eine modifizierte Version der nuklear bestückten RS-26 Rubezh-Rakete ist. Ohne nukleare Nutzlast bleibt ihre konventionelle Sprengkraft durch einen eklatanten Mangel an Zielgenauigkeit stark begrenzt.

Herausforderungen für die Verteidigung

Selbst mit ihren offensichtlichen Genauigkeitsmängeln bleibt die unglaublich schnelle Rakete außergewöhnlich schwer abzuschießen. Der russische Staatschef behauptet öffentlich, die hochentwickelte Waffe sei „unabfangbar“.

Standard-Luftverteidigungssysteme wie die deutsche Iris-T können ballistische Ziele, die mit solch extremen Geschwindigkeiten fliegen, nicht abfangen. Selbst fortschrittliche Patriot-Batterien haben Schwierigkeiten, da das anfliegende Projektil viel höher und schneller fliegt als ältere Modelle.

Um der anhaltenden Bedrohung entgegenzuwirken, setzen ukrainische Militärkräfte explosive Drohnen ein, um russische Startplätze am Boden direkt anzugreifen. Westliche Verbündete beeilen sich ebenfalls, fortschrittliche Abfangsysteme wie das Arrow 3-System zu entwickeln und einzusetzen.

Der jüngste Angriff verdeutlicht eine komplizierte Realität für regionale Sicherheitskräfte. Der Originalartikel stellt fest: „Der Angriff auf Bila Tserkva zeigt vor allem eines: Die Oreshnik ist weder die unaufhaltsame Wunderwaffe, als die Moskau sie darstellt, noch eine leicht einzudämmende Bedrohung. Sie verkürzt die Reaktionszeiten der Verteidiger brutal und zwingt selbst die modernsten Luftverteidigungssysteme dazu, ihre Grenzen zu überschreiten.“

Quellen: Die Welt