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Russland in Drohnenproblemen? Milblogger sagt, nur ausgewählte Fronttruppen werden jetzt Drohnen erhalten

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Laut dem Institute for the Study of War könnte die Strategieänderung einige Vorteile haben, aber es gibt auch einige offensichtliche Nachteile.

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Behauptungen eines pro-Kreml-Militärbloggers deuten auf eine bedeutende Änderung bei der Verteilung von Drohnen an die Fronttruppen der russischen Armee hin.

Laut einem russischen Milblogger, der vom Institute for the Study of War (ISW) zitiert wird, würde eine am 13. April eingeführte „neue Regel“ die weitverbreitete Drohnenverteilung an die Fronttruppen stoppen.

Stattdessen würde die Direktion für fortgeschrittene interservice Forschung und Spezialprojekte des russischen Verteidigungsministeriums die Lieferungen ausschließlich über die Unmanned Systems Forces (USF) leiten.

Dieselbe Quelle behauptete, dass USF-Kommandeur Oberstleutnant Juri Waganow persönlich überwachen werde, wie Drohnen an die Einheiten verteilt werden.

Wachsende zentrale Kontrolle

Der Milblogger behauptete weiter, dass Waganow Verbindungen zur militärischen Korruption habe, und warnte, dass die Änderung zu einer Drohnen-„Knappheit“ bei regulären Einheiten führen könnte. Das ISW wies darauf hin, dass es diese Behauptungen nicht unabhängig überprüfen könne.

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Das ISW berichtete jedoch, dass ein solcher Schritt mit den umfassenderen Bemühungen Moskaus übereinstimmen würde, die Kontrolle über spezialisierte Drohneneinheiten zu konsolidieren und die Beschaffung sowie Logistik zu rationalisieren.

Diese Zentralisierung spiegelt ein breiteres Muster im militärischen Ansatz Russlands wider, bei dem informelle und von Freiwilligen getragene Systeme schrittweise in staatliche Strukturen integriert werden.

Warum die Strategieänderung?

Das ISW deutet an, dass eine straffere Kontrolle den russischen Streitkräften helfen könnte, die Drohnenkapazitäten in prioritären Sektoren zu konzentrieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass besser ausgebildete Bediener dort eingesetzt werden, wo sie benötigt werden.

Die Verlagerung könnte jedoch auch die Flexibilität auf niedrigeren Kommandoebenen verringern und möglicherweise die Innovation und Anpassung auf dem Schlachtfeld verlangsamen.

Das ISW warnte auch, dass ein zentralisiertes Beschaffungssystem ein Staatsmonopol schaffen und das Korruptionsrisiko erhöhen könnte, während gleichzeitig die Versorgungsnetze an der Basis geschwächt würden, die zuvor die Drohnenbeschaffung unterstützt hatten.

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Quellen: Institute for the Study of War (ISW)