Kontrolle ist der Schlüssel zur Machterhaltung.
Gerade lesen andere
Der Kreml hat sein System um Autorität, Disziplin und das Bild eines starken Führers in Wladimir Putin aufgebaut.
Dieser Fokus auf Kontrolle prägt nun neue politische Maßnahmen, die nicht nur Einzelpersonen, sondern auch deren Familien betreffen.
Neue Beschränkungen
Laut The Moscow Times, zitiert von United24media, hat das russische Justizministerium einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der es den Behörden ermöglichen würde, Aufenthaltsgenehmigungen von Familienangehörigen ausländischer Staatsangehöriger, die im Militär dienen, zu entziehen.
Die Maßnahme zielt speziell auf Verwandte ab, die öffentlich zu politischen Veränderungen in Russland aufrufen.
Der Vorschlag ist Teil eines umfassenderen Gesetzespakets, das darauf abzielt, die Regeln für das, was die Behörden als extremistische Aktivitäten definieren, zu verschärfen.
Lesen Sie auch
Bedingungen dargelegt
Gemäß dem Gesetzesentwurf könnten Aufenthaltsgenehmigungen verweigert oder entzogen werden, wenn Familienmitglieder mit Handlungen wie der Unterstützung von Änderungen der russischen Verfassungsordnung oder der Beteiligung an extremistischen oder terroristischen Aktivitäten in Verbindung gebracht werden.
Igor Cherepanov, stellvertretender Vorsitzender der Vereinigung der russischen Juristen, sagte: „Wenn eine Aufenthaltsgenehmigung solchen Familienmitgliedern bereits früher erteilt wurde, wird sie widerrufen.“
Die Regeln würden für Familien von ausländischen Staatsbürgern gelten, die Verträge zur Dienstleistung in russischen Streitkräften während des Krieges in der Ukraine unterzeichnet haben.
Politische Wende
Der Vorschlag stellt eine Abkehr von früheren Schutzmaßnahmen für diese Familien dar.
Zuvor waren Verwandte ausländischer Soldaten vor Maßnahmen wie Abschiebung, Einreiseverboten oder dem Entzug der Aufenthaltsgenehmigung geschützt, solange die betreffende Person diente.
Lesen Sie auch
Die neuen Änderungen würden diese Schutzmaßnahmen unter bestimmten Bedingungen aufheben.
Breiterer Kontext
Die Initiative folgt auf weitere jüngste rechtliche Schritte bezüglich ausländischer Staatsangehöriger in Russland.
Im März unterzeichnete Präsident Wladimir Putin ein Gesetz, das die Auslieferung von Ausländern verhindert, die im russischen Militär gedient hatten.
Gleichzeitig haben Berichte Bemühungen hervorgehoben, Ausländer durch Kampagnen, die ein „friedliches Leben“ bewerben, nach Russland zu locken, was nach Ansicht von Kritikern im Widerspruch zu den Realitäten steht, mit denen einige Rekruten konfrontiert sind.
Quellen: The Moscow Times, United24media.