400 Euro Strafe für Tiroler Supermarkt wegen 8 Gramm Differenz

Geschrieben von Olivia Rosenberg

10 Wochen vor

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19/03/2024
Foto: Wikimedia Commons
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Supermarkt wegen geringfügigem Fehler bestraft.

In einem bemerkenswerten Fall, der die strikte Einhaltung von Verbraucherschutzgesetzen in Österreich unterstreicht, wurde ein Supermarkt in Tirol zu einer Geldstrafe von 400 Euro verurteilt. 

Der Grund für diese ungewöhnliche Strafe war ein geringfügiger Fehler bei der Berechnung des Gewichts eines Obstnetzes, der während eines Testkaufs durch einen Kontrolleur des Bundesamtes für Eich- und Vermessungswesen aufgedeckt wurde. 

Der Vorfall, der auf Heute.at ausführlich berichtet wird, ereignete sich im August 2021, als der Beamte lose Pfirsiche in ein Netz legte, das in der Obstabteilung gegen einen Aufpreis erhältlich war. 

Das Netz wog 12 Gramm, aber an der Kasse wurden nur 4 Gramm für das Netz berechnet, was zu einer Überzahlung von 2,4 Cent führte.

Trotz des minimal erscheinenden Betrags zeigt der Fall, wie ernst die Behörden die Genauigkeit von Gewichtsangaben nehmen und welche Konsequenzen selbst kleine Fehler nach sich ziehen können. 

Die Bezirkshauptmannschaft Imst setzte die Strafe fest, wobei die potenzielle Höchststrafe sogar bei 10.900 Euro lag. 

Das Unternehmen legte gegen das Urteil Beschwerde ein und argumentierte, dass die Strafsumme unverhältnismäßig sei. 

Die Richterin wies diese Beschwerde jedoch als unbegründet zurück, indem sie erklärte, dass die Strafe von 400 Euro "schuld- und tatangemessen" sei.

Dieser Vorfall verdeutlicht die Bedeutung präziser Gewichtsangaben im Einzelhandel und die potenziellen finanziellen Folgen, die selbst kleinste Fehler nach sich ziehen können, im Rahmen der Verbraucherschutzgesetze.