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First Lady bricht ihr Schweigen zu Epstein-Vorwürfen

First Lady bricht ihr Schweigen zu Epstein-Vorwürfen
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Eine unerwartete Stellungnahme aus dem Weißen Haus hat die Debatte über einen der aufsehenerregendsten Skandale der jüngeren Geschichte neu entfacht. Ohne vorherige Ankündigung äußerte sich Melania Trump zu langjährigen Gerüchten und lenkte die Aufmerksamkeit auf die Opfer.

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Ihre Äußerungen haben sowohl bei Gesetzgebern als auch bei Überlebenden gemischte Reaktionen ausgelöst.

Klares Dementi

Laut BBC wies die First Lady jede Verbindung zu Jeffrey Epstein zurück und erklärte, Behauptungen, die sie mit ihm in Verbindung bringen, „müssen heute ein Ende haben“.

Sie sagte, sie habe Epstein im Jahr 2000 nur kurz „begegnet“ und bestritt jede weitergehende Verbindung.

„Ich hatte niemals Kenntnis von Epsteins Missbrauch seiner Opfer“, sagte sie. „Ich war in keiner Weise involviert. Ich war nicht beteiligt.“

Sie wies auch die Behauptung zurück, Epstein habe sie Donald Trump vorgestellt, und bezeichnete solche Vorwürfe als „böswillige Versuche, meinen Ruf zu diffamieren“.

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Forderung nach Anhörungen

Im selben Auftritt forderte Melania Trump den Kongress auf, Anhörungen für die Überlebenden von Epsteins Missbrauch abzuhalten.

„Jede einzelne Frau sollte die Möglichkeit haben, ihre Geschichte öffentlich zu erzählen, wenn sie das möchte, und ihre Aussage sollte dauerhaft in das Protokoll des Kongresses aufgenommen werden“, sagte sie. „Dann, und nur dann, werden wir die Wahrheit haben.“

Ihr Vorstoß kam unerwartet, da ihr Büro zuvor nicht angekündigt hatte, dass sie sich zu dem Thema äußern würde.

Aufgeworfene Fragen

Die First Lady erklärte außerdem, sie kenne Ghislaine Maxwell nicht, und ging auf eine E-Mail aus dem Jahr 2002 ein, die in Epstein-bezogenen Unterlagen enthalten ist.

Sie bezeichnete die Nachricht als „lockere Korrespondenz“ und eine „höfliche Antwort“ und spielte deren Bedeutung herunter.

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Die E-Mail, die sich Berichten zufolge auf einen Artikel des New York Magazine über Epstein bezog, enthielt freundliche Bemerkungen und eine Einladung, sich in New York wiederzusehen.

Gemischte Reaktionen

Ihre Forderung nach Anhörungen fand teilweise politische Unterstützung. Der demokratische Abgeordnete Robert Garcia erklärte, er unterstütze den Vorschlag und forderte die Führung des Kongresses zum Handeln auf.

Die Reaktionen von Überlebenden fielen jedoch vorsichtiger aus. Im Gespräch mit BBC Radio 4 sagte Lisa Phillips, sie sei überrascht, aber offen.

„Ich versuche, das ein wenig optimistisch zu sehen und zu sagen: ‚Okay, schauen wir, was sie tun kann‘ — und ihr vielleicht etwas Druck zu machen“, sagte sie.

Phillips deutete an, dass für einige Opfer private Aussagen angemessener sein könnten, insbesondere für diejenigen, die an Geheimhaltungsvereinbarungen gebunden sind oder sich scheuen, öffentlich zu sprechen.

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Anhaltende Debatte

Andere Überlebende und Angehörige stellten den Ansatz infrage und argumentierten, dass die Opfer bereits ausgesagt hätten und nun die Verantwortung bei den Mächtigen liege.

„Die Überlebenden haben ihren Teil getan“, hieß es in einer Erklärung. „Jetzt ist es an der Zeit, dass die Mächtigen ihren Beitrag leisten.“

Das Thema hat in den vergangenen Monaten auch zu rechtlichen Auseinandersetzungen geführt, da Verlage und Medienunternehmen unbestätigte Behauptungen über angebliche Verbindungen Melania Trumps zu Epstein zurückgezogen haben.

Ihr seltener öffentlicher Auftritt dürfte die Diskussion über Transparenz und Verantwortlichkeit im Fall Epstein weiter anheizen, der auch Jahre nach seinem Tod weiterhin im Fokus steht.

Quellen: BBC, BBC Radio 4

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