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„‘Leicht verdientes Geld‘-Anzeigen locken Russen in gefährliche Missionen“

„‘Leicht verdientes Geld‘-Anzeigen locken Russen in gefährliche Missionen“
FotograFFF / Shutterstock.com

Eine berichtete Kampagne in Russland sorgt für Aufmerksamkeit hinsichtlich der Frage, wie Zivilisten möglicherweise für illegale Aktivitäten angeworben werden.
Behörden sollen riskante Aufgaben als Teil eines umfassenderen Experiments dargestellt haben, das finanzielle Belohnungen verspricht.

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Laut 02.pl, das sich auf Berichte von Meduza beruft, hat der russische Inlandsgeheimdienst FSB ein sogenanntes „soziales Experiment“ beworben, das sich an Einwohner der Region Swerdlowsk richtete. Die Initiative nutzte demnach Telegram-Anzeigen, die schnelle Einnahmen im Austausch für die Erledigung verschiedener Aufgaben versprachen.

Eine lokale FSB-Vertreterin, Elena Dokutschajewa, bestätigte das Projekt öffentlich und bezeichnete es laut Meduza als „soziales Experiment“.

Rekrutierungsmethode

Dem Bericht zufolge wurden Nutzer, die auf die Anzeigen klickten, zu einem anonymen Bot weitergeleitet, über den der Prozess fortgesetzt wurde.

Innerhalb weniger Stunden hätten rund 28.000 Menschen die Kampagne gesehen, von denen 176 zum nächsten Schritt übergingen. Den Teilnehmern wurden anschließend verschiedene Arten von Aufgaben vorgestellt.

Diese reichten von legalen Kurierdiensten bis hin zu schwerwiegenderen Tätigkeiten, die Sabotage an Infrastruktur umfassten, wobei Zahlungen von bis zu drei Millionen Rubel in Aussicht gestellt wurden.

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Gemischte Reaktionen

Laut Bericht zogen sich einige Teilnehmer zurück, sobald ihnen die Art der Aufgaben klarer wurde.

Als ihnen mitgeteilt wurde, dass das Ziel darin bestehe, Geld „auf illegale Weise“ zu verdienen, hätten Berichten zufolge 40 Personen den Chat verlassen.

Andere machten weiter und erhielten zusätzliche Optionen, darunter Lieferaufträge mit deutlich geringerer Bezahlung im Vergleich zu den risikoreicheren Aufgaben.

Frühere Fälle

Meduza berichtete, dass ein ähnliches Projekt bereits im November 2025 in der Uralregion stattgefunden habe.

Teilnehmern, die eine Beteiligung ablehnten, wurden Warnvideos gezeigt, die mögliche Konsequenzen darlegten. Diejenigen, die zustimmten, wurden ebenfalls über die rechtlichen Risiken der Aktivitäten informiert.

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Die Berichte haben Besorgnis darüber ausgelöst, wie solche Operationen durchgeführt werden und welche möglichen Auswirkungen sie auf Zivilisten haben, die über Online-Plattformen angesprochen werden.

Quellen: 02.pl, Meduza