Die globalen Energiemärkte werden durch die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten erschüttert.
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Unterbrechungen der Lieferwege lassen die Preise in die Höhe schnellen und gestalten die globalen Handelsströme neu.
Für Russland erweist sich die Krise als unerwartet profitabel.
Preise steigen
Der Preis für russisches Öl ist zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt auf über 100 Dollar pro Barrel gestiegen, wie aus von Money.pl zitierten Daten hervorgeht.
Die Referenzsorte ESPO Crude, die über den Hafen Kosmino im Fernen Osten Russlands exportiert wird, erreichte aufgrund der gestiegenen Nachfrage Rekordwerte.
Analysten sagen, der Preisanstieg stehe in direktem Zusammenhang mit den Unterbrechungen im Persischen Golf.
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Kriegsgewinn
Der Energieexperte Dr. Przemysław Zaleski sagte, der andauernde Konflikt kurbelt die Einnahmen Moskaus an.
„Öl, Gas und Waffen. Russland verdient nur mit diesen drei Dingen Geld“, sagte er.
„Der verlängerte Krieg im Nahen Osten füllt Wladimir Putins Kassen.“
Der Anstieg wurde durch eine vorübergehende Lockerung der US-Sanktionen gegen russisches Öl noch verstärkt.
Die 30-tägige Ausnahmegenehmigung gilt für Millionen von Barrel, die bereits auf Tankern gelagert werden, wodurch sich der Zugang zu globalen Käufern erhöht.
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Laut Zaleski könnte Russland während eines einzigen Konfliktmonats zusätzliche 20 Milliarden Dollar verdienen.
Nachfragespitze
Angriffe auf die Infrastruktur und Schifffahrtswege im Golf haben die Lieferungen nach Asien unterbrochen.
Dies hat einen Ansturm von Käufern ausgelöst, um sich verfügbare Öllieferungen zu sichern.
Infolgedessen ist russisches Rohöl attraktiver geworden.
Der Hafen Kosmino spielt eine Schlüsselrolle bei der Versorgung von Märkten wie China, Indien und Südkorea.
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Die Preise für ESPO Crude sind sprunghaft angestiegen, wobei wöchentliche Steigerungen den Preis auf über 100 Dollar pro Barrel trieben.
Insbesondere China wird voraussichtlich die Importe erhöhen, da die Nachfrage steigt.
Herausforderungen bleiben bestehen
Trotz steigender Preise steht Russland weiterhin vor logistischen und wirtschaftlichen Hürden.
Versandkosten, Versicherungsprämien und die begrenzte Verfügbarkeit von Tankern haben das Exportvolumen reduziert.
Analysten sagen jedoch, dass höhere Preise die geringere Produktion kompensieren.
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Die Krise wirkt sich auch auf die globalen Gasmärkte aus.
Unterbrechungen in Katar und Iran haben das Angebot verknappt und die Länder dazu veranlasst, nach Alternativen zu suchen.
Zaleski sagte, Russland könnte weiter profitieren, insbesondere wenn Länder wie die Türkei die Importe erhöhen.
Quellen: Money.pl, Kommersant, Bloomberg