Die Besorgnis über die Sicherheit einer wichtigen Nuklearanlage im Iran nimmt nach jüngsten Militärschlägen in der Region zu. Russische Behörden erklären, dass dringend Maßnahmen erforderlich sind, um das am Standort eingesetzte Personal zu schützen.
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Derzeit werden Pläne für eine groß angelegte Evakuierung vorbereitet, während die Spannungen hoch bleiben.
Evakuierung geplant
Laut Digi24.ro, unter Berufung auf EFE und Agerpres, beabsichtigt die russische staatliche Atomenergiebehörde Rosatom, eine Waffenruhe im Iran zu beantragen, um den sicheren Abzug des Personals aus dem Kernkraftwerk Buschehr zu ermöglichen.
„Wir werden die Evakuierungsrouten über alle Kanäle an die zuständigen Behörden in Israel und den USA kommunizieren. Wir werden die vollständige Einhaltung der Waffenruhe während des Transits des Konvois fordern“, sagte Rosatom-Chef Alexei Lichatschow auf einem Forum in St. Petersburg.
Er fügte hinzu, dass derzeit Vorbereitungen für eine letzte Evakuierungsphase laufen, an der mehr als 200 Personen beteiligt sind und die voraussichtlich nächste Woche stattfinden soll.
Personalreduzierung
Die Operation folgt auf frühere Evakuierungen, die durch US-amerikanische und israelische Luftangriffe ausgelöst wurden, die am 28. Februar begannen.
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Digi24.ro berichtet, dass bereits rund 400 russische Spezialisten den Iran verlassen haben, während mehrere Dutzend weiterhin in der Anlage verbleiben. Insgesamt waren etwa 600 russische Mitarbeiter in Buschehr eingesetzt, darunter 250 fest angestellte Kräfte.
Die Evakuierungsmaßnahmen werden mit dem russischen Verteidigungsministerium koordiniert.
Betrieb der Anlage
Trotz der Sicherheitsbedenken ist ein Reaktor in Buschehr weiterhin in Betrieb, während eine weitere Einheit mit russischer Beteiligung noch im Bau ist.
„Wir müssen den Betrieb sowohl auf der Baustelle als auch im Wohnbereich aufrechterhalten und selbstverständlich unseren iranischen Partnern beim Betrieb der ersten Einheit helfen“, sagte Lichatschow.
Das am Persischen Golf gelegene Kraftwerk verwendet von Russland gelieferten Kernbrennstoff, wobei abgebrannter Brennstoff zur Begrenzung von Proliferationsrisiken nach Russland zurückgeführt wird.
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Sorgen über Angriffe
Russische Behörden haben vor schwerwiegenden Folgen gewarnt, falls der in Betrieb befindliche Reaktor direkt getroffen wird.
Laut Digi24.ro wurde der Bereich um die Anlage während der jüngsten Bombardierungen bereits dreimal getroffen, darunter ein Vorfall in der Nähe einer Wasserpumpstation, die für die Kühlung des Reaktors unerlässlich ist.
Quellen: Digi24.ro, EFE, Agerpres