Eine Warnung aus dem Kreml hat die Spannungen mit dem Vereinigten Königreich erhöht, nachdem ein ukrainischer Raketenangriff tief im russischen Staatsgebiet stattgefunden hat.
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Moskau erklärt, dass westliche Beteiligung den Angriff ermöglicht habe, und signalisiert, dass es diese Anschuldigung im weiteren Verlauf des Krieges berücksichtigen werde.
Dmitri Peskow, Sprecher von Präsident Wladimir Putin, beschuldigte Großbritannien, den Angriff ermöglicht zu haben. Laut The Express sagte er: „Es ist offensichtlich, dass der Abschuss dieser Raketen ohne britische Spezialisten unmöglich gewesen wäre.“
Er fügte hinzu: „Wir sind uns dessen bewusst. Wir wissen das sehr genau, und wir berücksichtigen es selbstverständlich.“
Folgen des Angriffs auf die Fabrik
Die Anschuldigungen folgen auf einen ukrainischen Angriff auf die Mikroelektronik-Anlage Silicon El in der Region Brjansk nahe der ukrainischen Grenze, berichtete The Express.
Russische Behörden erklärten, der Angriff am Mittwoch, dem 11. März, habe sechs Menschen das Leben gekostet und 42 weitere verletzt. Mindestens zehn der Verletzten sollen sich laut von dem Medium zitierten russischen Quellen in kritischem Zustand befinden.
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Einige russische Berichte behaupten, dass bei der Operation bis zu sieben von Großbritannien gelieferte Storm-Shadow-Raketen eingesetzt worden seien.
Strategisches Ziel getroffen
Die Anlage Silicon El ist ein wichtiger Zulieferer für elektronische Komponenten, die in mehreren russischen Militärsystemen verwendet werden, darunter ballistische Raketen und Luftverteidigungsplattformen, so The Express.
Zu diesen Systemen zählen Berichten zufolge die ballistische Rakete Iskander sowie die Luftverteidigungsnetzwerke S-300, S-400 und Pantsir sowie die von U-Booten gestartete Nuklearrakete Bulawa.
Debatte über Eskalation
Russland hat wiederholt argumentiert, dass westliche Unterstützung – einschließlich moderner Raketen – das Risiko einer direkten Konfrontation mit NATO-Staaten erhöhe.
Moskau behauptet, solche Waffen könnten ohne technische Unterstützung westlicher Spezialisten nicht eingesetzt werden – eine Anschuldigung, die Kyjiw und seine Verbündeten zuvor zurückgewiesen haben.
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The Express merkte an, dass der jüngste Angriff zu einem Zeitpunkt erfolgte, an dem sich die weltweite Aufmerksamkeit auf den Konflikt im Nahen Osten richtet, was den anhaltenden Krieg in der Ukraine erneut in den Fokus rückt.
Quellen: The Express