Dies bedeutet, dass jede Verbindung zur Universität nun zu strafrechtlichen Anklagen führen kann.
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Russland hat seine Liste verbotener ausländischer Institutionen erweitert und eine bedeutende US-amerikanische Universität zu den Organisationen hinzugefügt, mit denen eine Zusammenarbeit als illegal gilt.
Dieser Schritt wirft Bedenken hinsichtlich zunehmender Beschränkungen der akademischen Beziehungen und der internationalen Zusammenarbeit auf.
Die Entscheidung könnte Studenten, Forscher und Partner nach russischem Recht strafrechtlich belangen.
Laut offiziellen Erklärungen, die von The Moscow Times zitiert werden, hat das russische Justizministerium die Stanford University am Freitag als „unerwünschte“ Organisation eingestuft. Die Einstufung macht jede Zusammenarbeit mit der Institution potenziell strafbar.
Risiko von sechs Jahren Haft
Nach russischer Gesetzgebung können Personen, die mit solchen Organisationen in Verbindung stehen, einschließlich Studenten, mit bis zu vier Jahren Gefängnis bestraft werden.
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Denjenigen, denen vorgeworfen wird, Aktivitäten im Zusammenhang mit diesen Einrichtungen organisiert zu haben, drohen laut The Moscow Times Haftstrafen von bis zu sechs Jahren.
Die Behörden nannten keine Gründe für die Aufnahme von Stanford in die Liste.
Eine lange Liste, die immer länger wird
Die in Kalifornien ansässige Universität reiht sich in eine wachsende Liste westlicher akademischer Einrichtungen ein, die in den letzten Jahren ins Visier genommen wurden.
Mindestens 19 Universitäten, Bildungsnetzwerke oder verwandte Initiativen haben in den letzten fünf Jahren die gleiche Kennzeichnung erhalten.
Neben Stanford setzten die Beamten auch das Center for Russian, East European and Eurasian Studies der Universität und die in Deutschland ansässige gemeinnützige Organisation Crisis Simulation for Peace auf die schwarze Liste.
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Wachsende Einschränkungen
Zu den weiteren zuvor ausgewiesenen US-Institutionen gehören die Tufts University, die University of California, Berkeley, die George Washington University und die Yale University.
Die Interessenvertretung Liberty Forward schätzt, dass zwischen 2.000 und 3.000 Russen aufgrund von Verbindungen zu „unerwünschten“ Bildungsorganisationen mit rechtlichen Risiken konfrontiert sein könnten, wobei die tatsächliche Zahl möglicherweise höher liegt.
Russland hat das Gesetz über „unerwünschte“ Organisationen im Jahr 2015 eingeführt und richtete sich zunächst gegen ausländisch finanzierte Gruppen, unabhängige Medien und mit der Opposition verbundene Einrichtungen.
Seitdem wurden Hunderte von Organisationen auf die schwarze Liste gesetzt.
Quellen: The Moscow Times