Dieser plötzliche amerikanische Vorstoß löst bei den europäischen Partnern leise Panik aus.
Wenn Staats- und Regierungschefs zu wichtigen Gipfeltreffen zusammenkommen, verbergen die öffentlichen Händedrücke oft tiefe Ängste hinter verschlossenen Türen. Globale Allianzen können sich an einem einzigen Nachmittag verschieben. Nun richtet ein mächtiger Staatschef seinen Blick auf den größten Konflikt in Europa.
Das nächste Ziel
Nachdem der Konflikt im Iran gelöst ist, wendet sich US-Präsident Donald Trump nun dem Krieg in der Ukraine zu. Seine Absichten machte er auf dem jüngsten G7-Gipfel in Frankreich deutlich.
Laut Bloomberg, zitiert von United24Media, besteht der amerikanische Staatschef darauf, dass die hohe Zahl der Todesopfer ein Abkommen erzwingen müsse. Er erklärte Reportern unverblümt: „Russland muss einen Deal machen“, um die Kämpfe zu beenden.
Trump traf sich mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, um die Krise zu besprechen. Während ihres Gesprächs bemerkte der US-Präsident, dass monatlich etwa 25.000 Menschen sterben. Er fügte hinzu, dass Moskau „eine kolossale Anzahl von Menschen“ verloren habe und die russischen Streitkräfte „einfach weiterkämpfen und Soldaten verlieren würden“.
Verbündete fühlen sich übergangen
Dieser plötzliche Vorstoß der Amerikaner löst bei den europäischen Partnern leise Panik aus. Sie sind sehr besorgt. Politico berichtete, dass europäische Beamte befürchten, Trump könnte die vollständige Kontrolle über zukünftige Friedensgespräche übernehmen.
Sie befürchten, die Vereinigten Staaten könnten Europa vollständig ins Abseits drängen. Macron argumentierte öffentlich, dass europäische Nationen einen Großteil der ukrainischen Verteidigung finanzieren und daher einen gleichberechtigten Platz am Verhandlungstisch verdienten.
Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, untermauerte diese finanzielle Behauptung. Sie erinnerte die G7-Mitglieder daran, dass die Europäische Union 90 Milliarden Euro zur Deckung der meisten Bedürfnisse Kiews bereitgestellt habe.
Die Weichen stellen
Hinter den Kulissen nehmen die Vereinigten Staaten bereits Kontakt zu Moskau auf. Ein Berater des russischen Staatschefs Wladimir Putin bestätigte, dass die amerikanischen Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner Russland bald besuchen würden.
Trotz der amerikanischen Alleingänge in der Diplomatie begrüßt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Hilfe weiterhin. Nach einem Gespräch mit Trump erklärte Selenskyj öffentlich, dass die amerikanische Beteiligung weiterhin entscheidend sei.
Doch eine Einigung wird nicht einfach sein. Kiew bot kürzlich an, ein persönliches Treffen zwischen Selenskyj und Putin auf diesem Gipfel abzuhalten.
Russland beantwortete dieses Angebot mit einem massiven Beschuss. Laut Politico betrachteten ukrainische Beamte die schweren Bombardierungen als die wahre Antwort des Kremls auf Friedensgespräche.
Die Bedingungen festlegen
Europäische Staats- und Regierungschefs bemühen sich, ukrainisches Land zu schützen. Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich entsandten kürzlich eigene Diplomaten nach Moskau.
Die Gesandten forderten einen sofortigen Waffenstillstand und starke Sicherheitsgarantien. US-Beamte argumentieren jedoch, dass Trump eine einzigartige Fähigkeit besitze, beide Seiten für ein endgültiges Abkommen zusammenzubringen.
Quellen: Bloomberg, Politico, Untied24Media