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USA verschärfen Maßnahmen gegen mit Iran verbundene Einwohner

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Die US-Behörden verstärken ihr Vorgehen gegen ausländische Staatsangehörige, denen Unterstützung für die iranische Führung vorgeworfen wird. Dies spiegelt einen umfassenderen Wandel in der nationalen Sicherheitsstrategie wider, der nun auch die Einwanderungspolitik erfasst.

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Ein jüngster Gewahrsam in Los Angeles zeigt, wie diese Maßnahmen umgesetzt werden, insbesondere dort, wo Online-Äußerungen und mutmaßliche Verbindungen mit dem Aufenthaltsstatus zusammentreffen.

Das Außenministerium hat Schritte eingeleitet, Aufenthaltsgenehmigungen in Fällen zu widerrufen, in denen Personen aufgrund mutmaßlicher Verbindungen zu Teheran oder dessen Institutionen als Sicherheitsrisiko gelten. Beamte erklärten laut Daily Express, dass dieser Ansatz eine strengere Prüfung darüber widerspiegelt, wer im Land bleiben darf.

Ein Fall betrifft Hamideh Soleimani Afshar, eine Verwandte von Qasem Soleimani, dem iranischen Kommandeur, der 2020 bei einem US-Drohnenangriff getötet wurde. Nachdem ihr zunächst Asyl gewährt worden war, wurde ihr Status später in einen dauerhaften Aufenthaltstitel umgewandelt, bevor dieser in der vergangenen Woche widerrufen wurde.

Außenminister Marco Rubio genehmigte den Entzug ihrer und der Aufenthaltsgenehmigungen ihrer Tochter (Green Cards), und Beamte der Einwanderungs- und Zollbehörde nahmen sie in Los Angeles in Gewahrsam. Rubio sagte: „Die Trump-Regierung wird nicht zulassen, dass unser Land zu einem Zuhause für ausländische Staatsangehörige wird, die antiamerikanische Terrorregime unterstützen.“

Nach US-Recht kann ein dauerhafter Aufenthaltstitel entzogen werden, wenn Behörden feststellen, dass die Aktivitäten einer Person im Widerspruch zu den nationalen Sicherheitsinteressen stehen.

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Überprüfung von Online-Aktivitäten

Beamte erklärten, dass Afshars Aktivitäten in sozialen Medien Teil der Überprüfung gewesen seien. Das Außenministerium gab an, dass sie Beiträge geteilt habe, die als Unterstützung für die iranische Regierung und die Islamischen Revolutionsgarden interpretiert wurden.

Die IRGC werden von Washington als Terrororganisation eingestuft, was bedeutet, dass Unterstützungsbekundungen rechtliche und einwanderungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.

Zu den ihr zugeschriebenen Beiträgen gehörten Aussagen, wonach Kritiker Irans ein dauerhaftes „Mal“ als Verräter tragen würden. Sie schrieb außerdem: „Amerikanische Beamte haben der New York Times mitgeteilt, dass Iran effektiver reagiert als von der Trump-Regierung erwartet und eine stärkere militärische Fähigkeit gezeigt hat.“

Berichten zufolge spiegelte ihre Online-Präsenz auch ein sorgfältig gepflegtes persönliches Image wider, während sie in Kalifornien lebte, wobei sich die Behörden jedoch in erster Linie auf den politischen Charakter der Inhalte konzentrierten.

Breitere Auswirkungen

Der Fall ist Teil einer umfassenderen Überprüfung von Personen mit Verbindungen zu hochrangigen iranischen Persönlichkeiten. Laut Daily Express wurden auch Verwandte des ehemaligen Funktionärs Ali Larijani mit ähnlichen Maßnahmen konfrontiert, während anderen Berichten zufolge die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert wurde.

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Mit dem Ansatz vertraute Beamte erklärten, dass die Durchsetzung in Iran-bezogenen Fällen vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen verschärft worden sei.

Zahlen der US-Regierung zeigen, dass Konflikte im Zusammenhang mit Iran in der Region zu Tausenden von Todesopfern geführt haben, darunter auch amerikanische Soldaten, was die Sensibilität solcher Entscheidungen unterstreicht.

Der Fall deutet auf einen wachsenden Präzedenzfall hin: Der Aufenthaltsstatus kann nicht nur durch vergangene Handlungen, sondern auch durch wahrgenommene politische Ausrichtung und öffentliche Äußerungen beeinflusst werden.

Quellen: Daily Express, US-Außenministerium

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