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Hacker können über diese Schwachstelle am Telefon auf Ihr Bankkonto zugreifen

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Die meisten Menschen denken nie über den kleinen Chip in ihrem Telefon nach.

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Die meisten Menschen denken nie über den kleinen Chip in ihrem Telefon nach. Er arbeitet im Hintergrund und verbindet Anrufe und Nachrichten ohne große Aufmerksamkeit.

Doch dieses kleine Hardwareteil kann zu einer erheblichen Schwachstelle werden, wenn es ungeschützt bleibt.

Ein verborgenes Risiko

Eine SIM-Karte ist entscheidend für die Verbindung mit dem Mobilfunknetz, kann jedoch auch ausgenutzt werden. Kriminelle nutzen eine Methode namens SIM-Swapping, um die Kontrolle über eine Telefonnummer zu übernehmen.

Laut BGR ermöglicht diese Betrugsmasche Angreifern den Zugriff auf Bankkonten, private Nachrichten und andere sensible Daten, sobald sie die Kontrolle über die Nummer haben.

Da die SIM direkt mit der Identität im Netzwerk verknüpft ist, kann sie als Zugang zu mehreren Konten dienen.

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Eine einfache Schutzmaßnahme

Eine Möglichkeit, das Risiko zu verringern, ist die Aktivierung einer SIM-PIN. Dadurch wird eine zusätzliche Sicherheitsebene geschaffen, da vor der Nutzung der SIM eine PIN eingegeben werden muss.

Die PIN funktioniert ähnlich wie ein Sperrcode, gilt jedoch speziell für die SIM-Karte. Ohne sie wird jeder Zugriffsversuch blockiert.

Sicherheitsexperten empfehlen, eine eigene PIN zu verwenden und nicht dieselbe wie für das Gerät.

So wird sie aktiviert

Der Vorgang variiert je nach Gerät, doch die meisten Smartphones bieten diese Option in den Einstellungen.

Auf Android-Geräten findet sich die Funktion in der Regel unter den Sicherheitseinstellungen, wo die SIM-Sperre aktiviert und eine vierstellige PIN festgelegt werden kann.

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iPhone-Nutzer können die Funktion in den Mobilfunkeinstellungen aktivieren, indem sie die SIM-PIN einschalten und einen Code eingeben.

Allerdings ist Vorsicht geboten: Wird die falsche PIN mehrmals eingegeben, kann die SIM gesperrt werden und muss vom Anbieter entsperrt werden.

Reale Folgen

SIM-Swapping ist kein theoretisches Risiko. Fälle aus den letzten Jahren zeigen, wie gravierend die Folgen sein können.

BGR berichtete, dass ein Mann aus Kalifornien, Oren David Sela, gestohlene persönliche Daten nutzte, um Telefonnummern zu übernehmen und auf Finanzkonten zuzugreifen.

Laut Behörden führte der Betrug zu Schäden von fast 2 Millionen US-Dollar. 2025 wurde er zu mehr als fünf Jahren Haft verurteilt.

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Warum das wichtig ist

Auch ohne physischen Zugriff können Angreifer Mobilfunkanbieter dazu bringen, eine Nummer auf eine neue SIM zu übertragen, wenn sie genügend persönliche Daten besitzen.

Damit wird die Telefonnummer zu einer zentralen Sicherheitsebene für Dienste wie Online-Banking und E-Mail-Verifizierung.

Eine SIM-PIN beseitigt nicht alle Risiken, schafft jedoch eine zusätzliche Hürde gegen unbefugten Zugriff.

Quellen: BGR

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