Die Nachwirkungen der mutmaßlichen Tötung eines der gefürchtetsten Drogenbosse der Welt sind in Mexiko weiterhin spürbar.
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Straßensperren wurden in Brand gesetzt. Schusswechsel sind ausgebrochen. Ganze Gemeinden wurden in Alarmbereitschaft versetzt.
Nun bestätigen die Behörden, dass ein Gefängnis im Bundesstaat Jalisco gestürmt wurde und es zu einem Massenausbruch kam.
Bewaffneter Angriff auf Gefängnis in Puerto Vallarta
Mindestens 23 Insassen sind aus dem Gefängnis Ixtapa in Puerto Vallarta entkommen, nachdem Bewaffnete die Einrichtung angegriffen hatten, teilten staatliche Behörden mit.
Der Angriff ereignete sich am Sonntag inmitten einer Welle der Gewalt nach einer Militäroperation, bei der Berichten zufolge Nemesio Oseguera Cervantes, besser bekannt als „El Mencho“, Anführer des Jalisco-New-Generation-Kartells (CJNG), getötet wurde.
Der Sicherheitsminister des Bundesstaates Jalisco, Juan Pablo Hernández, erklärte, die Angreifer hätten das Gefängnis von außen beschossen und ein Fahrzeug in das Tor gerammt, um die Sicherheitsbarrieren zu durchbrechen.
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„Die Zählung hat ergeben, dass 23 Insassen entkommen sind, und wir haben die entsprechenden Fahndungsmaßnahmen in verschiedenen Bundesstaaten eingeleitet“, sagte Hernández.
Ein Gefängniswärter kam bei dem Angriff ums Leben.
Gewalt breitet sich in Jalisco aus
Der Gefängnisausbruch ereignete sich, während Behörden von Straßensperren, brennenden Fahrzeugen und bewaffneten Zusammenstößen in Teilen Jaliscos und benachbarter Bundesstaaten berichteten.
Bundesbehörden gehen davon aus, dass die Unruhen mit Vergeltungsmaßnahmen organisierter Kriminalitätsgruppen im Zusammenhang mit der Operation gegen Oseguera stehen.
Frühere Berichte sprachen von mindestens 27 Todesopfern im Zusammenhang mit der Gewaltwelle nach dem Vorgehen gegen den Kartellchef.
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Sicherheitskräfte haben koordinierte Einsätze gestartet, um die Kontrolle über betroffene Gebiete zurückzugewinnen und die entflohenen Häftlinge aufzuspüren.
Identitäten noch nicht veröffentlicht
Die Namen der 23 geflohenen Gefangenen wurden bislang nicht öffentlich gemacht.
Nach Angaben der Behörden hat die Fahndung nach den Flüchtigen und die Verstärkung der Gefängnissicherheit oberste Priorität.
Der spektakuläre Ausbruch unterstreicht die Instabilität in Teilen Westmexikos nach dem Sturz einer der mächtigsten Figuren der organisierten Kriminalität des Landes.
Quellen: EFE; Sicherheitsministerium des Bundesstaates Jalisco; Associated Press; 20minutos