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Putin enthüllt Plan zur Aufteilung des Mondes – Russland will eine führende Macht sein

Supermoon
Marcoaliaslama, CC BY-SA 3.0 , via Wikimedia Commons

Ein neuer Vorschlag des führenden russischen Wissenschaftsinstituts erregt Aufmerksamkeit, die weit über die Erde hinausgeht.

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Es deutet auf eine Zukunft hin, in der Teile des Mondes in nationale Zonen aufgeteilt werden könnten.

Die Idee wirft jedoch sofort Fragen zum Völkerrecht auf und dazu, ob solche Ambitionen überhaupt zulässig sind.

Ambitionierte Mond-Vision

Die Russische Akademie der Wissenschaften hat ein Konzept entworfen, wonach Moskau auf dem Mond sogenannte „Hoheitsgebiete“ errichten könnte.

Der Vorschlag ist Teil einer umfassenderen föderalen Initiative namens „Weltraumwissenschaft“, so The Moscow Times, zitiert von United24media.

Der Plan wurde von Sergei Tschernyschew, dem Vizepräsidenten der Akademie, während eines Treffens über Prioritäten der Weltraumforschung vorgestellt.

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Er erklärte:

„Das Mondprogramm wird es Russland ermöglichen, weiterhin zu den führenden Weltraummächten zu gehören, die den Mond aktiv erforschen. Es wird neue Erkenntnisse und Technologien in der Mondexplorationsforschung liefern. Und letztendlich wird es die Zuweisung von Hoheitsgebieten Russlands auf der Mondoberfläche ermöglichen.“

Zweistufiges Programm

Das Projekt soll in Phasen ablaufen. Die erste Phase konzentriert sich auf die Entwicklung von Landefähigkeiten und die Durchführung wissenschaftlicher Arbeiten auf der Mondoberfläche.

Die zweite Phase würde in Richtung des Aufbaus von Infrastruktur gehen, einschließlich Elementen von Mondbasen, und Reisen über die ersten Landeplätze hinaus ermöglichen.

Laut Akademiemitglied Anatoli Petrukowitsch werden die Kosten für die Mondmission bis 2036 auf rund 700 Milliarden Rubel geschätzt, während das gesamte nationale Raumfahrtprogramm 4,4 Billionen Rubel betragen könnte.

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Gesetzliche Grenzen zeichnen sich ab

Internationale Abkommen könnten solche Ambitionen erschweren. Der Weltraumvertrag von 1967, den Russland unterzeichnet hat, besagt, dass der Weltraum und Himmelskörper nicht von einer Nation beansprucht werden können.

Der Vertrag besagt ausdrücklich, dass „der Weltraum, einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper, keiner nationalen Aneignung unterliegt“, was territoriale Ansprüche rechtlich umstritten macht.

Dieser Rahmen positioniert den Mond als gemeinsames Gebiet, das für die friedliche Nutzung und Zusammenarbeit zwischen den Ländern bestimmt ist.

Breitere Weltraumstrategie

Russland setzt auch die gemeinsamen Bemühungen mit China bei der Internationalen Wissenschaftlichen Mondstation fort, einem Projekt, das auf langfristige Erkundung abzielt.

Die Pläne umfassen den Beginn der Arbeiten im Jahr 2026 an Geräten zur Untersuchung des Mondinneren sowie die Kartierung seiner Oberfläche, um Landezonen und zukünftige Standorte für Basen zu identifizieren.

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Parallel dazu hat Roskosmos die Absicht angekündigt, bis 2036 eine Mondenergieanlage zu bauen, unter Beteiligung der staatlichen Atombehörde Rosatom und des Kurtschatow-Instituts.

Russlands jüngste Mondmission, Luna-25 im Jahr 2023, endete mit einem Fehlschlag, nachdem die Raumsonde abgestürzt war. Die Mission galt als ein Schritt zur Wiederbelebung der Mondforschung des Landes nach Jahren begrenzter Aktivität.

Quellen: The Moscow Times, United24media.