Ein Langstreckenflug wirkt oft wie eine gute Gelegenheit, zu arbeiten oder zu entspannen.
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Doch viele Reisende steigen mit Völlegefühl und Erschöpfung wieder aus. Zwei britische Ärzte erklären, warum Fliegen den Körper belastet – und was hilft.
Gestörter Rhythmus und Schlafmangel
„Wenn wir auf einem Flug aus unseren gewohnten Routinen herausgerissen werden, stört das, woran unser Körper gewöhnt ist“, sagt Dr. Asimah Hanif, Hausärztin im NHS.
Ungewohnte Essenszeiten und Speisen könnten die Verdauung durcheinanderbringen und zu Trägheit führen.
Auch ungewöhnliche Abflugzeiten beeinflussen den Körper.
Dr. Mark Austin, Gastroenterologe bei Nuffield Health, erklärt, dass dies den Hormonhaushalt verändern und Blähungen oder Unwohlsein auslösen könne.
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Hinzu kommt schlechter Schlaf: „Viele von uns bekommen im Flugzeug keinen guten Schlaf, und Schlafmangel hat einen enormen Einfluss auf Ihre Verdauung und darauf, wie Sie sich fühlen.“
Kabinenluft und Alkohol
In großer Höhe verändern sich Druck und Sauerstoffgehalt.
„Wenn Sie in großer Höhe fliegen, verändert sich der Kabinendruck und Sie bekommen niedrigere Sauerstoffwerte, was wiederum Ihre Verdauung und Ihr Energieniveau beeinflussen kann“, so Hanif.
Die trockene Kabinenluft begünstigt zudem Dehydrierung.
Alkohol verschärft das Problem.
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„Alkohol verursacht Dehydrierung, Schlafstörungen und kann auch einen erheblichen Einfluss auf die Muskeln am unteren Ende der Speiseröhre haben“, warnt Austin.
Essen, Kaffee und Bewegungsmangel
Koffein könne Jetlag verlängern: „Wenn Sie Koffein zu sich nehmen, das ein Stimulans ist, kann das sehr schwierig werden und die Auswirkungen des Jetlags tatsächlich verlängern.“
Salz- und kohlenhydratreiche Bordmahlzeiten fördern außerdem Wassereinlagerungen und Müdigkeit.
Was hilft
Austin rät: „Versuchen Sie, jede Stunde ein Glas Wasser oder eine halbe Flasche Wasser zu trinken.“
Zudem empfiehlt er, sich alle zwei bis drei Stunden zu bewegen. Leichte Mahlzeiten, Snacks wie Nüsse oder Obst sowie der Verzicht auf Alkohol und Kaffee können ebenfalls helfen.
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Quellen: Express