Ein viel beachteter Prozess in Los Angeles könnte neu definieren,
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Ein viel beachteter Prozess in Los Angeles könnte neu definieren, wie weit US-Gerichte gehen, um Technologieunternehmen für die psychische Gesundheit junger Nutzer verantwortlich zu machen.
Meta-CEO Mark Zuckerberg sagte diese Woche in einem Verfahren aus, das nach Ansicht von Rechtsexperten die Grenzen langjähriger Schutzregelungen für Online-Plattformen testen könnte.
Hohe Einsätze in Los Angeles
Die Klage einer 20-Jährigen wird als Teil einer größeren Welle von Verfahren mit mehr als 1.600 Klägern verhandelt, berichtete Mashable. Die Vorwürfe richten sich gegen Meta, TikTok, Snapchat und Googles YouTube und behaupten, die Plattformen seien so gestaltet worden, dass sie eine längere Nutzung durch Minderjährige fördern.
TikTok und Snapchat haben im Verfahren in Los Angeles Vergleiche geschlossen, während andere verwandte Klagen weiterlaufen.
Im Mittelpunkt steht die Frage, ob Unternehmen für angebliche psychische Schäden haftbar gemacht werden können, die mit dem Produktdesign zusammenhängen und nicht nur mit nutzergenerierten Inhalten. Diese Unterscheidung ist angesichts des Haftungsschutzes unter Section 230 besonders relevant.
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Prüfung des Plattformdesigns
Während der Befragung wurde Zuckerberg zu Schutzmaßnahmen für jüngere Nutzer und internen Leistungskennzahlen befragt. Laut Mashable stellte der Anwalt der Klägerin infrage, ob Metas Systeme höheres Engagement belohnen.
Zuckerberg bestritt, dass Meta versuche, die Verweildauer auf Instagram unabhängig vom Wohlbefinden der Nutzer zu maximieren.
“If you do something that’s not good for people, maybe they’ll spend more time [on Instagram] short term, but if they’re not happy with it, they’re not going to use it over time,” sagte er. “I’m not trying to maximize the amount of time people spend every month.”
Er erklärte außerdem, dass Meta Maßnahmen eingeführt habe, um den Zugang Minderjähriger zu begrenzen.
Debatte über die Nutzung durch Jugendliche
Instagram-Chef Adam Mosseri wies den Begriff “clinical addiction” zurück, räumte jedoch “problematic use” bei einzelnen Nutzern ein.
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“It’s relative. Yes, for an individual, there’s such a thing as using Instagram more than you feel good about,” sagte Mosseri. “We make less money from teens than any other demographic on the platform.”
Meta erklärte vor Beginn der Zeugenaussagen, die Jury müsse entscheiden, ob Instagram wesentlich zu den psychischen Problemen der Klägerin beigetragen habe.
Das Urteil könnte zukünftige Klagen beeinflussen.
Quellen: Mashable