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Banane: Wie der Reifegrad den Zuckergehalt verändert – und was das für Ihre Gesundheit bedeutet

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Nicht jede Banane enthält gleich viel Zucker.

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Sind Bananen heimliche Zuckerbomben – oder zu Unrecht in Verruf geraten?

Die britische Daily Mail hat sich mit genau dieser Frage beschäftigt und dazu den Ernährungswissenschaftler Dr. Duane Mellor befragt.

Der Bericht geht unter anderem darauf ein, wie sich die Kohlenhydrate während der Reifung verändern – ein Prozess, der darüber entscheidet, wie süß eine Banane schmeckt und wie schnell ihr Zucker ins Blut gelangt.

Was beim Reifen passiert

Laut dem Bericht enthält eine noch grüne Banane überwiegend Stärke. Mit fortschreitender Reifung wandeln Enzyme diese Stärke in einfache Zuckerarten um.

Dadurch wird die Frucht weicher und deutlich süßer. Der Kaloriengehalt bleibt dabei weitgehend stabil und liegt bei rund 100 bis 110 Kilokalorien pro mittelgroßer Banane.

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Die Daily Mail verweist in diesem Zusammenhang auf den Ernährungswissenschaftler Dr. Duane Mellor, der erklärt, dass der Zucker in Bananen nicht als „freier Zucker“ gilt, da er in die natürliche Struktur der Frucht eingebunden ist.

Tempo der Energie

Entscheidend ist weniger die Zuckermenge als die Geschwindigkeit der Aufnahme. Stärke wird langsamer verdaut als einfache Zucker.

Unreifere Bananen führen daher zu einem moderateren Anstieg des Blutzuckerspiegels, während sehr reife Bananen schneller verfügbare Energie liefern.

Allgemein gilt in der Ernährungswissenschaft: Die Struktur eines Lebensmittels beeinflusst, wie rasch Kohlenhydrate ins Blut übergehen. Ganze Früchte unterscheiden sich daher deutlich von stark verarbeiteten Zuckerquellen.

Für wen relevant?

Der Bericht stellt heraus, dass sportlich aktive Menschen von der schnellen Energie reifer Bananen profitieren können.

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Wer hingegen auf möglichst konstante Blutzuckerwerte achten möchte, greift eher zu weniger reifen Exemplaren.

Unabhängig davon empfehlen Ernährungsexperten grundsätzlich eine abwechslungsreiche Obst- und Gemüseauswahl, statt sich auf einzelne Lebensmittel zu konzentrieren.

Mehr als nur eine Zuckerfrage

Die Diskussion um den Zuckergehalt von Obst wird häufig verkürzt geführt. Fachleute betonen, dass ganze Früchte neben Zucker auch Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe liefern.

Der Reifegrad verändert zwar die Zusammensetzung der Kohlenhydrate – er macht aus der Banane jedoch weder ein „Superfood“ noch eine Zuckerfalle.

Am Ende zeigt der Bericht vor allem eines: Wer versteht, wie Lebensmittel aufgebaut sind, kann bewusster entscheiden – selbst bei einer scheinbar alltäglichen Frucht.

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Quelle: Daily Mail