Russland und Iran haben ihre Partnerschaft während des Krieges vertieft und enge Beziehungen in den Bereichen Militär, Wirtschaft und Geheimdienst aufgebaut.
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Von Waffenlieferungen und Drohnentechnologie bis hin zu koordinierten Bemühungen zur Umgehung westlicher Sanktionen arbeiten die beiden Länder zunehmend Seite an Seite.
Da ihre Zusammenarbeit über das Schlachtfeld hinausgeht, sagen Ermittler, dass sich das Bündnis nun auf verdecktere und unkonventionellere Bereiche ausdehnt.
Verstecktes Netzwerk
Laut einer Untersuchung von Systema, die von United24Media zitiert wird, nutzten iranische Agenten russische Animationsstudios als Deckmantel für Waffenhandel und den Export von Getreide aus der Ukraine.
Der Bericht zitiert durchgesickerte Dokumente des russischen Föderalen Sicherheitsdienstes und Erkenntnisse der US-Regierung.
Darin wird behauptet, dass Personen mit Verbindungen zum iranischen Geheimdienst über Unternehmen operierten, die Kinderanimationen produzierten, die auf Plattformen wie Netflix und Apple TV verbreitet werden.
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Schlüsselfiguren
Die Untersuchung nennt Sohrab Ghayrat, Leiter des Sky Frame Studio, als eine zentrale Figur.
Während er Animationsprojekte wie „Dolphin Boy“ leitete, wird ihm vorgeworfen, an der Lieferung von Waffen an die Houthi-Truppen im Jemen beteiligt gewesen zu sein.
Ihm wird auch die Organisation von Getreidelieferungen aus besetzten ukrainischen Gebieten vorgeworfen.
Laut Systema identifizierten US-Finanzsanktionen, die im April 2025 verhängt wurden, Ghayrat und seine Mitarbeiter als Vermittler von „kommerziellen Initiativen“ im Zusammenhang mit den Houthis.
Dasselbe Netzwerk soll mit Getreidelieferungen aus der Ukraine in Verbindung stehen, die von der Krim zu Häfen im Jemen transportiert werden.
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Diese Operationen sollen sich auf Schiffe gestützt haben, die unter russischer Kontrolle operierten.
Geheimdienstliche Verbindungen
Der Bericht hebt auch Arash Doroudi, einen ehemaligen Studioleiter, als wichtigen Vermittler hervor.
Er wird als jemand beschrieben, der Verbindungen zur iranischen Botschaft in Moskau und zu geheimdienstlichen Strukturen hat.
Durchgesickerte Materialien, die in der Untersuchung zitiert werden, deuten darauf hin, dass er an der Sammlung von Informationen über fortschrittliche Technologien beteiligt war, während er sich als ziviler Unternehmer ausgab.
Auch Finanzströme im Zusammenhang mit Animationsprojekten haben Anlass zur Sorge gegeben.
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Zahlungen von internationalen Streaming-Plattformen wurden angeblich über Unternehmen geleitet, die mit dem iranischen Korps der Islamischen Revolutionsgarden verbunden sind.
Ermittler sagen, dass dies es ermöglicht haben könnte, Gelder an Stellvertretergruppen umzuleiten.
Quellen: Systema, Berichte des US-Finanzministeriums, United24Media.