Startseite Krieg Putin räumt endlich ein, dass Russland in eine Rezession abrutscht

Putin räumt endlich ein, dass Russland in eine Rezession abrutscht

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Wirtschaftsanalysten warnen seit langem, dass jahrelange Kriegsausgaben die russische Wirtschaft unter Druck setzen.

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Beamte haben trotz zunehmender Belastung wichtiger Industriezweige weitgehend Stabilität prognostiziert.

Neue Kommentare aus dem Kreml deuten jedoch darauf hin, dass sich die Situation verschärfen könnte.

Anzeichen für einen Rückgang

Der russische Präsident Wladimir Putin räumte ein, dass sich wichtige Wirtschaftsindikatoren zu Beginn des Jahres 2026 negativ entwickelt haben.

Auf einer Regierungssitzung sagte er, dass das Bruttoinlandsprodukt des Landes im Januar im Vergleich zum Vorjahr um 2,1 % gesunken sei, wie Digi24 berichtet. Die Industrieproduktion sei ebenfalls zurückgegangen und um 0,8 % gesunken, so die von Putin zitierten offiziellen Daten.

Verlangsamtes Wachstum

Der Rückgang im Januar ist Russlands erster Rückgang des BIP seit 2023.

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Offizielle Zahlen zeigen, dass sich das Wachstum im vergangenen Jahr bereits deutlich verlangsamt hat und auf rund 1 % gesunken ist, weit unter den früheren Erwartungen.

Von 28 wichtigen Industriesektoren sollen 21 das Jahr mit einem Rückgang beendet haben, darunter Bergbau, Metallurgie und verarbeitendes Gewerbe.

Haushaltsdruck

Auch der russische Bundeshaushalt steht unter Druck.

In den ersten beiden Monaten des Jahres erreichte das Defizit 3,5 Billionen Rubel, da die Einnahmen sanken.

Putin sagte, die Behörden müssten „ausgewogene Entscheidungen“ treffen, um die langfristige finanzielle Stabilität zu gewährleisten und gleichzeitig Inflation und Störungen auf dem Arbeitsmarkt zu vermeiden.

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Prognosen gekürzt

Die Wirtschaftsprognosen für 2026 wurden wiederholt nach unten korrigiert.

Die ursprünglichen Prognosen von mehr als 2 % Wachstum wurden auf 1,3 % reduziert und könnten noch weiter sinken.

Laut Bloomberg erwägen Beamte, die Erwartungen auf nur 0,7 % zu senken und gleichzeitig Ausgabenkürzungen vorzubereiten.

Zunehmende Risiken

Experten warnen, dass die Verlangsamung die Staatseinnahmen jenseits von Öl und Gas erheblich beeinträchtigen könnte.

Der Wirtschaftswissenschaftler Ilja Sokolow sagte, die Steuereinnahmen könnten hinter den Erwartungen zurückbleiben, während die Ausgaben das geplante Niveau übersteigen könnten.

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Dies könnte das Haushaltsdefizit auf fast 8 Billionen Rubel treiben und Bedenken hinsichtlich der Nachhaltigkeit des russischen Kriegsmodells der Wirtschaft aufkommen lassen.

Quellen: Digi24, Bloomberg