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Putins Kommandeure gefilmt: Sie ziehen eigene Soldaten aus und setzen sie unter Strom

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Telegram

Als Soldat erwartet man, dass die Gefahr vom Feind ausgeht.

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Doch für viele an der Front könnte die Bedrohung auch aus den eigenen Reihen kommen.

Neue Aufnahmen deuten darauf hin, dass einige russische Soldaten ihre eigenen Kommandeure ebenso fürchten wie das Schlachtfeld.

Brutale Behandlung

Laut einem Bericht des Daily Express zeigen in Telegram verbreitete Videos angeblich russische Kommandeure, die ihre eigenen Soldaten misshandeln.

Die Aufnahmen sollen unter anderem Schläge, Elektroschocks und das Ausziehen von Soldaten bei eisigen Temperaturen zeigen.

In einigen Fällen sind Soldaten zu sehen, die durch Schlamm kriechen müssen, während sie angeschrien oder körperlich angegriffen werden.

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Schockierende Szenen

Ein Clip soll zeigen, wie Soldaten an Bäume gebunden und mit Stromstößen gefoltert werden.

Ein anderer zeigt Soldaten, die in eine Grube geworfen und bedroht werden, während ein Kommandeur in der Nähe schießt und ruft: „Bleibt noch ein paar Tage dort liegen, bis ihr versteht, wie man Befehle befolgt.“

Weitere Bilder deuten darauf hin, dass verletzte Soldaten trotz ihres Zustands weiterhin in den Kampf geschickt wurden.

Zunehmender Druck

Die Videos tauchten auf, während Russland eine der verlustreichsten Phasen des Krieges erlebt, mit rund 1.700 gemeldeten Verlusten an einem einzigen Tag laut ukrainischen Angaben.

Schätzungen von Analysten zufolge könnten die gesamten russischen Verluste seit 2022 über eine Million betragen.

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Solche Bedingungen setzen die Einheiten an der Front unter extremen Druck.

Systemische Probleme

Der Militärexperte Keir Giles sagte dem Daily Mail, dass solche Misshandlungen tiefere Probleme innerhalb der russischen Gesellschaft widerspiegeln.

„Die russische Armee spiegelt die Gesellschaft wider, aus der sie stammt. Und das ist eine Gesellschaft, in der Gewalt, Erpressung und Korruption weit verbreitet sind“, sagte er.

Er fügte hinzu, dass viele Rekruten aus benachteiligten Verhältnissen stammen, was sie anfälliger für Ausbeutung macht.

Angst und Kontrolle

Berichte beschreiben auch sogenannte „Fleischsturm“-Taktiken, bei denen Soldaten in wiederholte Angriffe geschickt werden und bei Rückzug Bestrafung droht.

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Den Aufnahmen und Aussagen zufolge kann die Weigerung, Befehle zu befolgen, zu gewaltsamen Vergeltungsmaßnahmen führen.

Analysten zufolge könnten solche Methoden nicht nur der Disziplin dienen, sondern auch der Kontrolle über überlastete Einheiten.