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Günstigere Elektroautos kommen – aber es gibt einen Haken

Günstigere Elektroautos kommen – aber es gibt einen Haken
baona jnr/shutterstock.com

Ein neuer Vorschlag der Europäischen Union könnte die Zukunft von Elektroautos verändern, indem er stärker auf Erschwinglichkeit als auf Leistung setzt.

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Ein neuer Vorschlag der Europäischen Union könnte die Zukunft von Elektroautos verändern, indem er stärker auf Erschwinglichkeit als auf Leistung setzt.

Ziel ist es, E-Autos zugänglicher zu machen — jedoch nicht ohne Kompromisse.

Wichtige Details werden noch ausgearbeitet, wodurch unklar bleibt, wie weit die Änderungen gehen werden.

Eine kleinere Vision

Laut Top Gear prüft die Europäische Kommission eine neue „E-Car“-Kategorie für kompakte, kostengünstige Elektrofahrzeuge.

Diese Modelle sollen in Größe und Leistung begrenzt werden, um die Herstellungskosten zu senken. Zudem könnten sie von bestimmten fortschrittlichen Sicherheits- und Assistenzsystemen befreit werden.

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Allerdings haben die Regulierungsbehörden noch nicht festgelegt, was als „klein“ gilt oder welche Leistungsgrenzen gelten sollen.

Anreize im Fokus

Der Vorschlag enthält Anreize, um Hersteller zur Produktion solcher Fahrzeuge zu bewegen. Für jedes verkaufte E-Car soll ein Hersteller 1,3 Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor verkaufen dürfen.

Weitere Maßnahmen könnten Subventionen für die Batterieproduktion sowie Vorteile für Käufer wie günstigere Parkmöglichkeiten umfassen.

Nach Einführung sollen die Regeln für zehn Jahre unverändert bleiben, um Planungssicherheit zu gewährleisten.

Politischer Wandel

Das Konzept ist Teil einer breiteren Anpassung der EU-Politik. Pläne für ein faktisches Verbot neuer Verbrenner ab 2035 wurden abgeschwächt.

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Demnach könnten bis zu 10 Prozent der Neuwagen weiterhin Verbrennungsmotoren nutzen, während auch E-Fuels berücksichtigt werden könnten.

Dennoch müssen die Emissionen der Fahrzeugflotte insgesamt um 90 Prozent gegenüber 2021 sinken.

Reaktion der Branche

Automobilhersteller wie Stellantis betonen, dass der Austausch älterer Fahrzeuge entscheidend für die Emissionsreduktion ist.

In der EU liegt das Durchschnittsalter von Fahrzeugen bei etwa 12,5 Jahren und steigt weiter, was bedeutet, dass neuere Modelle in der Regel sauberer und sicherer sind.

Einige Stimmen aus der Branche plädieren zudem dafür, auch kleine Benzinfahrzeuge zu berücksichtigen.

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Unsichere Einführung

Selbst nach der Finalisierung der Vorschriften werden neue Modelle nicht sofort verfügbar sein. Die Entwicklung könnte mindestens zwei Jahre dauern.

Außerhalb der EU könnte die Verfügbarkeit ebenfalls variieren. Länder wie das Vereinigte Königreich könnten diese Fahrzeuge ohne ähnliche Regelungen nicht erhalten.

Quellen: Top Gear, Europäische Kommission