Russische Shahed-Drohnenangriffe stellen eine anhaltende Bedrohung für die Ukraine dar und zwingen die Luftverteidigung,
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Russische Shahed-Drohnenangriffe stellen eine anhaltende Bedrohung für die Ukraine dar und zwingen die Luftverteidigung, sich an schnelle und kostengünstige Ziele anzupassen, die schwer abzufangen sind.
Als Reaktion setzen ukrainische Ingenieure verstärkt auf kleinere, schnellere Systeme — darunter ein neu zugelassener Abfangdrohne mit einem Namen, der an Science-Fiction erinnert, aber einem realen Zweck dient.
Eine neue Kraft entsteht
Das ukrainische Verteidigungsministerium erklärte am 23. März, dass es den JEDI Shahed Hunter genehmigt habe, ein im Inland entwickeltes unbemanntes System zur Bekämpfung von Luftbedrohungen.
Offiziellen Angaben zufolge kann das System nicht nur Shahed-Drohnen bekämpfen, sondern auch UAVs mit den Bezeichnungen „Geran“ und „Gerbera“.
Auch Aufklärungssysteme wie Zala und Supercam gehören zu den möglichen Zielen, was die wachsende Bandbreite der Bedrohungen verdeutlicht.
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Geschwindigkeit statt Größe
Anstatt sich ausschließlich auf traditionelle Luftabwehrsysteme zu verlassen, steht der neue Abfangdrohne für einen Wandel hin zu kompakten, mobilen Lösungen. Die Drohne nutzt eine Vier-Rotor-Konfiguration, die einen vertikalen Start und schnelle Reaktionen ermöglicht.
Laut Verteidigungsbehörden schränkt ihre geringe Größe — etwas über 4 Kilogramm — ihre Einsatzfähigkeit nicht ein. Sie kann eine ausreichende Nutzlast tragen, um feindliche Drohnen zu neutralisieren, und bleibt dabei sehr wendig.
Mit einer Geschwindigkeit von über 350 km/h und der Fähigkeit, in mehreren Kilometern Höhe zu operieren, soll sie schnelle Ziele effektiv bekämpfen.
Datengesteuert
Nach offiziellen Angaben ist das System mit Radarnetzwerken verbunden, die in Echtzeit Zieldaten liefern und so die Reaktionszeit verkürzen.
Die Steuerung erfolgt über eine Bodenstation, doch die Drohne kann auch teilweise autonom arbeiten. Sie ist in der Lage, Ziele selbstständig zu erkennen, zu verfolgen und anzugreifen.
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Kamerasysteme, darunter Standard- und Wärmebildkameras, ermöglichen Einsätze bei Tag und Nacht.
Schutz des Luftraums
Das Verteidigungsministerium gibt an, dass das System ein Gebiet von bis zu 40 Kilometern abdecken kann und damit die mehrschichtige Luftverteidigung stärkt.
Die Entwicklung ist Teil umfassender Bemühungen, die inländische Drohnenproduktion auszubauen. Berichten zufolge plant Deutschland, 15.000 in der Ukraine hergestellte STRILA-Abfangdrohnen zu finanzieren.
Diese Initiativen zeigen einen zunehmenden Fokus auf dezentrale, drohnenbasierte Luftverteidigung statt auf große, zentrale Systeme.
Quellen: Ukrainisches Verteidigungsministerium