Ein führendes europäisches Rüstungsunternehmen hat Maßnahmen ergriffen, um Kritik einzudämmen, nachdem Äußerungen seines Vorstandsvorsitzenden Empörung ausgelöst hatten.
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Das Unternehmen hat sich seitdem bemüht, seine Unterstützung für Kiew zu bekräftigen.
Kontroverse Äußerungen
Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall erklärte, er habe „höchsten Respekt“ vor der Ukraine und ihrer Verteidigungsindustrie, nachdem Kommentare von CEO Armin Papperger Kritik ausgelöst hatten.
Laut Ukrainska Prawda, die sich auf eine Firmenerklärung auf X beruft, lobte Rheinmetall die Widerstandsfähigkeit und den Erfindungsreichtum der Ukraine während des andauernden Krieges mit Russland.
„Die Innovationskraft und der Kampfgeist des ukrainischen Volkes sind eine Inspiration für uns. Wir sind dankbar, die Ukraine mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln unterstützen zu können“, so das Unternehmen.
Kritik am Interview
Die Reaktion folgt auf Kritik an Pappergers Äußerungen in einem Interview mit The Atlantic, in dem er die ukrainische Drohnenproduktion herunterspielte.
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„Das ist wie mit Legosteinen spielen. Was ist die Innovation der Ukraine? Sie haben keinen technologischen Durchbruch“, sagte er.
Während des Gesprächs bezeichnete er ukrainische Hersteller auch als „Hausfrauen mit 3D-Druckern“ und stellte die Ausgereiftheit ihrer Arbeit in Frage.
Industriedebatte
Die Kommentare lösten Kritik aus, insbesondere da die Ukraine ihre Drohnenkapazitäten während des Krieges rasch ausgebaut hat.
Als er in dem Interview auf die Rolle der Ukraine als bedeutender Drohnenproduzent angesprochen wurde, stellte Papperger in Frage, auf welche Unternehmen Bezug genommen werde.
Das Gespräch umfasste die Erwähnung ukrainischer Firmen wie Fire Point und Skyfall, die er in seinen Äußerungen abtat.
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Laufende Unterstützung
Trotz der Kontroverse hat Rheinmetall die Ukraine weiterhin militärisch unterstützt. Das Unternehmen hat seit dem umfassenden Einmarsch Russlands mehrfach Waffen und Ausrüstung geliefert.
Im Jahr 2025 kündigte es die Lieferung zusätzlicher Skyranger 35-Luftverteidigungssysteme an, die aus Erlösen aus eingefrorenen russischen Vermögenswerten finanziert werden.
Papperger hat sich zuvor auch bereit erklärt, mögliche zukünftige internationale Missionen im Zusammenhang mit dem Konflikt zu unterstützen.
Quellen: Ukrainska Prawda, Rheinmetall, The Atlantic