Die Kraftstoffpreise steigen stark an, und die Auswirkungen sind im gesamten Automarkt spürbar.
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Die Kraftstoffpreise steigen stark an, und die Auswirkungen sind im gesamten Automarkt spürbar.
Da immer mehr Fahrer nach Alternativen zu Benzin und Diesel suchen, nimmt die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen deutlich zu.
Doch während das Interesse wächst, kann das Angebot nicht Schritt halten, was neuen Preisdruck erzeugt.
Nachfrage steigt
Laut einem Bericht von Drive unter Berufung auf Daten von AutoGrab haben sich die täglichen Verkäufe gebrauchter Elektroautos in Australien seit Mitte Februar mehr als verdoppelt.
Diese Entwicklung folgt auf steigende Kraftstoffpreise im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten, wodurch mehr Käufer den Umstieg auf Elektrofahrzeuge in Betracht ziehen.
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Gleichzeitig ist die Zahl der angebotenen gebrauchten Elektroautos deutlich gesunken, was den Markt verknappt.
Angebot schrumpft
AutoGrab-Daten zeigen, dass die Zahl der Inserate von 3.535 am 28. Februar auf 2.387 am 24. März gesunken ist — ein Rückgang von etwa 33 Prozent innerhalb weniger Wochen.
„Das schlägt sich direkt in den Preisen nieder“, sagte Saxon Odgers, Chief Commercial Officer von AutoGrab.
„Es handelt sich nicht nur um kurzfristige Volatilität, sondern um eine strukturelle Reaktion auf steigende Kraftstoffpreise, die das Käuferverhalten grundlegend verändern.“
Preise steigen
Mit weniger verfügbaren Fahrzeugen steigen die Preise. Neuere Elektroautos verzeichnen die größten Zuwächse bei den Restwerten.
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Drive berichtet, dass Modelle aus dem Jahr 2025 im März fast 88 Prozent ihres ursprünglichen Wertes behielten, gegenüber etwa 77 Prozent Mitte Februar.
Auch andere neuere Modelljahre verzeichneten Zuwächse, was auf einen breiteren Aufwärtstrend im Markt hinweist.
Interesse wächst
Die Käuferaktivität ist parallel zu den Verkäufen stark gestiegen. Drive berichtet, dass Anfragen zu EV-Inseraten im Monat bis zum 29. März um 175 Prozent zugenommen haben.
Auch das Interesse an Hybridfahrzeugen stieg, während die Nachfrage nach Benzin- und Dieselautos um etwa 15 Prozent zurückging.
„Die Anfrageraten, die wir auf drive.com.au sehen – und anekdotisch von Herstellern hören – steigen rasant“, sagte James Ward, Head of Content bei Drive.
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Unsicherer Ausblick
Analysten warnen, dass die Preise weiter steigen könnten, wenn nicht mehr Fahrzeuge auf den Markt kommen.
„Sollten sich die Inserate nicht bis Ende März und April wieder im Bereich von 2.800 bis 3.000 bewegen, ist mit weiterem Preisdruck zu rechnen“, heißt es im AutoGrab-Bericht.
Zwar könnten saisonale Faktoren wie Flottenwechsel zum Ende des Geschäftsjahres das Angebot erhöhen, doch laut Bericht könnte die Nachfrage kurzfristig weiterhin das Angebot übersteigen.
Quellen: Drive, AutoGrab Market Intelligence Report