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Ein falsches Wort über Putin kann teuer werden – 400 Fälle wurden eingereicht

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Sogar geringfügige Bemerkungen werden zunehmend vor Gericht gebracht.

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Die Macht in Russland ist eng mit dem Image Wladimir Putins als unangefochtener starker Mann verbunden.

Die Aufrechterhaltung dieser Wahrnehmung wird als entscheidend für die Stabilität angesehen, sowohl politisch als auch gesellschaftlich.

Deshalb kann selbst geringfügige Kritik schnell zu einer schwerwiegenden Straftat werden.

Steigende Fallzahlen

Russische Gerichte, einschließlich der auf der besetzten Krim, haben seit 2019 mindestens 391 Fälle im Zusammenhang mit „Respektlosigkeit“ gegenüber Präsident Wladimir Putin im Internet behandelt, so das unabhängige Medium Verstka.

An den Fällen waren mindestens 379 Personen mit unterschiedlichem Hintergrund beteiligt, darunter Studenten, Arbeiter und kleine Social-Media-Nutzer.

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Viele der Betroffenen hatten nur eine geringe Online-Reichweite.

Geringfügige Bemerkungen werden bestraft

Verstka berichtete über mehrere Beispiele von Personen, denen wegen scheinbar kleiner Vorfälle Geldstrafen auferlegt wurden.

In einem Fall wurde ein Student auf der besetzten Krim mit etwa 616 Dollar Geldstrafe belegt, nachdem ein Gesprächsausschnitt an die Behörden weitergegeben worden war.

Ein anderer Fall betraf den Betreiber eines kleinen Telegram-Kanals mit nur 15 Abonnenten, der mit etwa 369 Dollar Geldstrafe belegt wurde, weil er beleidigende Äußerungen über Putin veröffentlicht hatte.

Alltagsmenschen betroffen

Zu den weiteren Bestraften gehörten eine Schulreinigungskraft in Stawropol, die mit einer Geldstrafe belegt wurde, nachdem ein Kollege ihre Nachrichten gemeldet hatte, und eine Frau, die mit einer Geldstrafe belegt wurde, weil sie ein bearbeitetes Video geteilt hatte, das sich über den russischen Staatschef lustig machte.

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Dem Bericht zufolge weisen die Gerichte solche Fälle nur selten ab.

Nur eine kleine Anzahl wurde fallen gelassen, während die meisten zu Geldstrafen oder anderen Strafen führten.

Geldstrafen und Verhaftungen

Die Strafen sind unterschiedlich und reichen von etwa 62 Dollar bis zu mehr als 3.000 Dollar.

Verstka merkte an, dass selbst die Bezeichnung Putins als „Dieb“ oder „Mörder“ zu einer Bestrafung geführt hat.

In einigen Fällen wurden Einzelpersonen auch zu kurzzeitigen Haftstrafen verurteilt, insbesondere für öffentliche Handlungen wie Graffiti.

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Quellen: Verstka, United24Media