Iran hat gewarnt, dass britische Militärbasen zu Zielen werden könnten, während die Spannungen steigen und die Rolle Großbritanniens bei US-geführten Operationen überprüft wird.
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Iran hat signalisiert, dass britische Militärbasen als Ziele betrachtet werden könnten, während sich der Konflikt im Nahen Osten verschärft.
Die Warnung erfolgt vor dem Hintergrund zunehmender Kritik an der Rolle Großbritanniens bei US-geführten Operationen gegen Teheran.
Laut The Times erklärte Irans Botschafter im Vereinigten Königreich, Seyed Ali Mousavi, Teheran „analysiere“, ob britische Basen als legitime Ziele angesehen werden sollten.
In einem Interview mit Times Radio begrüßte Mousavi zunächst die frühe Haltung von Premierminister Keir Starmer, die Beteiligung Großbritanniens am Konflikt zu begrenzen.
Positionswechsel
„Die anfängliche Position von Premierminister Keir Starmer war sehr gut“, sagte Mousavi.
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„Wir schätzen dies und begrüßen die Nichtbeteiligung an diesem kriminellen Akt, der von der amerikanischen und israelischen Seite ausgelöst wurde“, fügte er hinzu.
Gleichzeitig warf er Großbritannien vor, die Operationen indirekt zu unterstützen, nachdem Berichte aufgetaucht waren, wonach ein Stützpunkt in Fairford zur Ausrüstung US-amerikanischer Flugzeuge genutzt worden sei.
Zieldebatte
Auf die Frage, ob britische Basen angegriffen werden könnten, antwortete Mousavi: „Das ist eine sehr wichtige Frage, die wir analysieren.“
Er fügte hinzu, dass das iranische Militär seine Reaktion in Abhängigkeit vom Verhalten Großbritanniens festlegen werde.
Die Aussagen deuten auf eine mögliche Eskalation hin, auch wenn noch keine endgültige Entscheidung getroffen wurde.
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Rolle Großbritanniens
Der britische Verteidigungsminister John Healey erklärte im Parlament, dass britische Basen von den USA für sogenannte defensive Schläge gegen iranisch verbundene Bedrohungen genutzt worden seien.
Dazu gehörten Raketensysteme, die eine Gefahr für die Schifffahrt in der Straße von Hormus darstellen sollen.
London hatte zuvor den Zugang der USA zu seinen Stützpunkten auf Operationen beschränkt, die britische Interessen betreffen.
Zunehmende Spannungen
Der Schlagabtausch erfolgt, während die Spannungen zwischen Iran und westlichen Staaten weiter zunehmen.
US-Präsident Donald Trump kritisierte die Reaktion Großbritanniens auf den Konflikt und bezeichnete sie als verzögert.
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Gleichzeitig wurden am 21. März zwei ballistische Raketen auf die gemeinsame US-UK-Basis auf Diego Garcia abgefeuert, verfehlten jedoch ihr Ziel.
Einige Analysten werten den Vorfall als Hinweis auf Irans Langstreckenfähigkeiten, auch wenn Details umstritten bleiben.
Quellen: The Times