Startseite Wirtschaft KI kostet monatlich 16.000 Arbeitsplätze — junge Beschäftigte besonders betroffen

KI kostet monatlich 16.000 Arbeitsplätze — junge Beschäftigte besonders betroffen

fired job
Shutterstock.com

KI vernichtet netto 16.000 Arbeitsplätze pro Monat in den USA, wobei insbesondere Einstiegsjobs und die Generation Z betroffen sind, da Automatisierung schneller voranschreitet als die Schaffung neuer Stellen.

Gerade lesen andere

Künstliche Intelligenz hinterlässt zunehmend messbare Spuren auf dem US-Arbeitsmarkt, wobei Stellenverluste inzwischen die durch die Technologie geschaffenen Arbeitsplätze übersteigen.

Neue Daten zeigen, dass die Auswirkungen bereits stark auf jüngere Arbeitskräfte konzentriert sind, die in den Arbeitsmarkt eintreten.

Laut Fortune unter Berufung auf eine Analyse von Goldman Sachs hat KI im vergangenen Jahr zu einem Nettoverlust von etwa 16.000 Arbeitsplätzen pro Monat geführt. Während durch Automatisierung rund 25.000 Stellen monatlich wegfielen, entstanden lediglich etwa 9.000 neue Jobs durch Produktivitätsgewinne.

Die Analyse unterscheidet zwischen zwei zentralen Effekten: „Substitution“, bei der KI Arbeitskräfte ersetzt, und „Augmentation“, bei der sie die Produktivität steigert und Beschäftigung unterstützen kann.

Wo Arbeitsplätze verschwinden

Besonders betroffen sind Tätigkeiten mit routinemäßigen und wiederholbaren Aufgaben.

Lesen Sie auch

Berufe wie Dateneingabe, Kundenservice, Abrechnung und administrative Unterstützung gelten als besonders gefährdet, da KI-Systeme diese Aufgaben zunehmend mit minimalem menschlichen Eingriff übernehmen können.

Goldman Sachs nutzte ein Modell, das KI-Exposition und Aufgabenkomplexität kombiniert, um besonders anfällige Berufe zu identifizieren.

Generation Z unter Druck

Die Auswirkungen treffen vor allem jüngere Beschäftigte.

Einsteigerpositionen, insbesondere für Personen unter 30 Jahren, sind überproportional in den von KI-Substitution betroffenen Bereichen vertreten. Infolgedessen haben sich Arbeitslosigkeit und Lohnunterschiede zwischen jüngeren und erfahreneren Arbeitskräften vergrößert.

Die Analyse von Goldman Sachs zeigt, dass eine höhere Automatisierungsexposition mit einer wachsenden Lohnlücke einhergeht, da jüngere Arbeitnehmer weniger Chancen und geringeres Lohnwachstum haben.

Lesen Sie auch

Ein sich wandelnder Arbeitsmarkt

Trotz der Verluste warnen Ökonomen davor, die Entwicklung zu vereinfacht zu betrachten.

KI treibt auch Investitionen in Infrastruktur wie Rechenzentren und Energiesysteme voran, was langfristig neue Arbeitsplätze schaffen könnte. Zudem kann höhere Produktivität Märkte erweitern und Nachfrage in anderen Sektoren erzeugen.

Diese Effekte könnten jedoch zeitverzögert eintreten und andere Qualifikationen erfordern als jene, über die entlassene Arbeitnehmer derzeit verfügen.

Entstehende Qualifikationslücke

Gleichzeitig könnten jüngere Arbeitnehmer besser in der Lage sein, sich anzupassen.

Die Generation Z ist mit KI-Werkzeugen am vertrautesten und integriert diese bereits in Arbeit und Nebenprojekte. Dieser Vorteil hat jedoch bislang nicht ausgereicht, um die unmittelbaren Jobverluste im Einstiegsbereich auszugleichen.

Lesen Sie auch

Der Wandel zeigt derzeit ein übergeordnetes Muster: KI beseitigt, verändert und schafft Arbeitsplätze gleichzeitig — jedoch nicht im gleichen Tempo.

Quellen: Fortune, Goldman Sachs