Die Drohnentechnologie entwickelt sich so schnell, dass militärische Systeme innerhalb von Monaten veralten können.
Die Drohnentechnologie entwickelt sich so schnell, dass militärische Systeme innerhalb von Monaten veralten können.
Der Krieg in der Ukraine hat gezeigt, wie rasch Innovation die moderne Kriegsführung verändert.
Diese Entwicklung hat Drohnen von Nischenwerkzeugen zu einem zentralen Bestandteil des Schlachtfelds gemacht und zwingt europäische Verteidigungsplaner, ihre Entwicklungs- und Beschaffungsstrategien neu zu überdenken.
Rasante Entwicklung
Drohnen entwickeln sich inzwischen alle drei bis sechs Monate weiter, was laut Euronews eine große Herausforderung für traditionelle Beschaffungszyklen darstellt.
„Drohnen entwickeln sich technologisch alle drei bis sechs Monate“, sagte Nikolaus Lang von BCG und warnte, dass Systeme nahezu sofort nach ihrem Einsatz veraltet sein könnten.
Steigende Nachfrage
Der Einsatz ist stark gestiegen: Die Ukraine erhöhte ihre Produktion von 2,2 Millionen Einheiten im Jahr 2024 auf 4,5 Millionen im Jahr 2025.
Beide Seiten verbrauchen inzwischen Millionen von Drohnen pro Jahr, wodurch sie zu einem zentralen Element der Kriegsstrategie geworden sind und nicht mehr nur eine unterstützende Rolle spielen.
Europas Rückstand
Trotz starker Forschungsleistungen steht Europa vor einer Lücke zwischen Innovation und Umsetzung, unter anderem aufgrund fragmentierter nationaler Beschaffungssysteme und geringerer Investitionen.
Euronews betonte, dass die Verteidigungsausgaben auf mehrere Länder verteilt sind und dadurch Skaleneffekte begrenzt werden, während die USA von einem einheitlicheren Markt und deutlich höheren Investitionen profitieren.
Langfristige Herausforderung
Experten schätzen, dass es fünf bis zehn Jahre dauern könnte, bis Europa eine wettbewerbsfähigere und eigenständigere Verteidigungstechnologiebasis aufgebaut hat.
Um diese Lücke zu schließen, sind schnellere Beschaffungsprozesse, höhere Investitionen und eine Abkehr von Friedenszeitzyklen hin zu der Geschwindigkeit erforderlich, die auf aktiven Schlachtfeldern zu beobachten ist.
Quellen: Euronews, BCG