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Zwei weitere Länder unterstützen ein Tribunal, um die russische Führung strafrechtlich zu verfolgen

Vladimir Putin, Lady Justice
photoibo / Shutterstock

Die Gesamtzahl der Länder beträgt nun 17, was bedeutet, dass der Europarat verpflichtet ist, darüber abstimmen zu lassen.

Ein Vorstoß, führende russische Vertreter für die Invasion in der Ukraine zur Rechenschaft zu ziehen, gewinnt in ganz Europa an Unterstützung.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte am 14. April auf X, dass Island und Polen zugestimmt haben, die Einrichtung eines Sondertribunals unter dem Europarat zu unterstützen.

Laut Sybiha sind beide Länder bereit, dem rechtlichen Abkommen beizutreten, das erforderlich ist, um die Initiative zu starten.

Er sagte, Kiew arbeite weiterhin daran, internationale Unterstützung auszubauen, und rief Länder weltweit dazu auf, sich an dem zu beteiligen, was er als historische Initiative zur Rechenschaft bezeichnete.

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Was ist das Tribunal?

Die Ukraine einigte sich im Juni 2025 darauf, das Tribunal im Rahmen des Europarats einzurichten.

Damit es arbeitsfähig wird, muss ein Gastland ausgewählt werden, und die teilnehmenden Staaten müssen über einen formellen rechtlichen Mechanismus finanzielle Mittel zusagen.

Litauen war im November 2025 das erste Land, das das Abkommen unterzeichnete, gefolgt von Ländern wie Österreich, Dänemark und den Niederlanden. Costa Rica ist bislang das einzige nichteuropäische Land, das sich angeschlossen hat.

Ziel des Tribunals ist es, die russische Führung für den Beginn der Invasion in der Ukraine strafrechtlich zu verfolgen. Dies erfordert ein Sondertribunal, da der Internationale Strafgerichtshof „nur“ Vorwürfe von russischen Kriegsverbrechen, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und ähnliche Delikte untersucht.

Mindestanforderung erfüllt

Mindestens 17 europäische Staaten sind nun bereit, sich zum Tribunal zu verpflichten, womit die erforderliche Mindestzahl erreicht ist, damit der Vorschlag voranschreiten kann.

Eine Abstimmung wird laut Sybiha bei einer Sitzung des Europarats im Mai erwartet.

Das geplante Gericht würde sich speziell auf die strafrechtliche Verfolgung des Verbrechens der Aggression konzentrieren, definiert als die Entscheidung, eine Invasion in ein anderes Land zu starten. Dies würde sich auf die oberste Führungsebene konzentrieren und nicht auf Kriegsverbrechen auf niedrigerer Ebene.

Sybiha betonte, dass Gerechtigkeit ein zentraler Bestandteil jeder langfristigen Friedensregelung sein werde. Er warnte, dass die Verantwortlichen – von Akteuren an der Front bis hin zu hochrangigen politischen und militärischen Führungspersonen in Moskau – zur Rechenschaft gezogen werden müssten.

Quellen: Erklärungen des ukrainischen Außenministeriums, Internationaler Strafgerichtshof, Europarat, The Kyiv Independent