Startseite Krieg Befreite Soldaten enthüllen wilde „Friseur“-Folter in abgelegenen russischen Gefängnissen

Befreite Soldaten enthüllen wilde „Friseur“-Folter in abgelegenen russischen Gefängnissen

bald shave skaldet
Shutterstock.com

Aktuelle Menschenrechtsgesetze versagen schlichtweg beim Schutz dieser Gefangenen.

Die Heimkehr aus dem Krieg bringt normalerweise eine immense Erleichterung mit sich. Doch für einige Soldaten ereignen sich die dunkelsten Albträume fernab des Schlachtfeldes.

Neue Zeugenaussagen enthüllen ein düsteres System, das stillschweigend hinter verschlossenen Türen operiert.

Systematischer Missbrauch

Dmytro Lubinets, der Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine, hat kürzlich einen erschreckenden neuen Bericht über die Kriegsgefangenschaft veröffentlicht.

Beamte haben 695 verschiedene Folterformen dokumentiert, die gegen Gefangene angewendet wurden, wie LA.LV berichtet.

Freigelassene Soldaten berichten von einem massiven Netzwerk körperlicher und psychischer Misshandlungen. Lubinets erklärte, dass verwundete Kämpfer oft gezielte Schläge auf ihre Wunden erhalten, anstatt medizinisch versorgt zu werden.

Unvorstellbare Grausamkeit

Ermittler haben 186 verschiedene Haftlager in ganz Russland und den besetzten Gebieten verifiziert. Einige dieser trostlosen Einrichtungen liegen tief im abgelegenen Sibirien.

Wärter setzen häufig extreme Erschöpfung und Tiere als Waffen gegen die verängstigten Gefangenen ein.

„Kriegsgefangene werden gewürgt, geschlagen, mit Elektroschocks gefoltert, Hunde auf sie gehetzt, und sie werden manchmal gezwungen, bis zu 18 Stunden an einem Ort zu stehen. Sobald man anfängt, in die Hocke zu gehen, beginnen sie sofort, einen körperlich zu misshandeln“, bemerkte Lubinets.

Die Friseur-Methode

Eine bestimmte Misshandlungsmethode schockierte Menschenrechtsbeobachter zutiefst. Dabei werden Gefangene während der routinemäßigen Körperpflege verstümmelt.

„Eine der Folterformen – sie sind alle schockierend – ist zum Beispiel der sogenannte Friseur. Dabei wird beim Rasieren nicht nur das Haar speziell abgeschnitten, sondern auch Hautstücke vom Kopf. Und wenn eine Person anfängt zu schreien, wird sie sofort wieder körperlich geschlagen und mit Elektroschocks gefoltert“, enthüllte der Ombudsmann.

Er kritisierte globale Führungspersönlichkeiten scharf dafür, finanziellen Gewinn und Handel über Menschenleben zu stellen.

Ein globales Versagen

Der Ombudsmann warnte, dass das Ignorieren dieser brutalen Taten nur zu weiterer Gewalt ermutige.

„Wenn die Welt nicht versteht, dass dies ein Signal für Russland ist, weiterzumachen, ein Signal, dass es absolut alles mit jedem tun kann und dafür keine Bestrafung erfolgen wird, dann ist das das Hauptproblem der modernen Welt“, erklärte er.

Aktuelle Menschenrechtsgesetze versagen schlichtweg beim Schutz dieser Gefangenen.

„Und der Name dieses Landes ist die Russische Föderation. Dort greift kein internationales Instrument. Und darüber müssen wir heute sprechen und nach zusätzlichen Möglichkeiten suchen, die Russische Föderation zu beeinflussen“, schloss Lubinets.

Quellen: LA.LV