Soldaten, die in den Krieg geschickt werden, erwarten normalerweise nicht, sich auf dem Land niederzulassen, auf dem sie kämpfen.
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Doch die Geschichte zeigt, dass Konflikte mitunter auch mit Belohnungen verbunden waren.
Nun scheint ein ähnlicher Ansatz in den besetzten Gebieten der Ukraine Gestalt anzunehmen.
Landvorschlag
Der Kreml bereitet einen Plan vor, um Personen, die an Russlands Invasion in der Ukraine beteiligt sind, kostenloses Land in der besetzten Region Cherson zu gewähren, wie die Novaya Gazeta Europe unter Berufung auf United24Media berichtet.
Ein von der Präsidialverwaltung entwickelter Gesetzentwurf würde es Soldaten, Freiwilligen und Sicherheitspersonal ermöglichen, Grundstücke kostenlos zu erhalten.
Das Angebot würde auch auf Familien der im Konflikt Getöteten ausgeweitet.
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Wer qualifiziert ist
Gemäß dem Vorschlag würde Land entweder als Volleigentum oder durch Pachtverträge zugewiesen.
Priorität hätten diejenigen, die verletzt oder für ihren Dienst ausgezeichnet wurden, während Verwandte die Rechte erben könnten, falls ein Empfänger stirbt.
Antragsteller müssten einen registrierten Wohnsitz in der besetzten Region haben, wobei die Verteilung über ein Wartelistensystem erfolgen würde.
Vorgesehene Nutzung
Die Grundstücke könnten für Wohnzwecke, kleine Landwirtschaft oder Gartenbau genutzt werden.
Beamte sagen, die Maßnahme sei dazu gedacht, Militärpersonal während einer sogenannten „Übergangsperiode“ zu unterstützen, obwohl der Begriff im Entwurf nicht klar definiert ist.
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Seit Beginn des Krieges sind zahlreiche Immobilien in der Region Cherson leer geblieben, nachdem die Bewohner das Gebiet verlassen hatten.
Berichten zufolge werden einige dieser „herrenlosen“ Grundstücke bereits genutzt, um Arbeitskräfte wie Lehrer und medizinisches Personal unterzubringen, die von den Besatzungsbehörden eingesetzt wurden.
Quellen: Novaya Gazeta Europe