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Putins ‚Waffenruhe‘ stößt auf Skepsis, während russische Drohnen weiterhin auf Kiew niedergehen

Putins ‚Waffenruhe‘ stößt auf Skepsis, während russische Drohnen weiterhin auf Kiew niedergehen
Alones/shutterstock.com

Luftschutzsirenen waren in Kiew kurz nach Putins Erklärung zu hören

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Der Oster-Waffenstillstand des letzten Jahres sollte einen kurzen Moment der Ruhe im Krieg bieten.

Aber er löste sich schnell inmitten von Anschuldigungen über Verstöße und anhaltenden Kämpfen auf.

Für viele Ukrainer wurde er zu einem weiteren Beispiel dafür, wie brüchig solche Pausen sein können.

Diese Erinnerung prägt nun die Reaktionen auf einen neuen Waffenstillstandsvorschlag, wobei angesichts der jüngsten Entwicklungen große Skepsis herrscht.

Unmittelbare Reaktion

Luftschutzsirenen waren in Kiew kurz nach der Erklärung einer 32-stündigen Oster-Waffenruhe durch den russischen Präsidenten Wladimir Putin zu hören, wie Kyiv Post unter Berufung auf Digi24 berichtete.

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Der Kreml erklärte, die Feindseligkeiten würden von Samstagnachmittag bis zum Ende des Sonntags eingestellt, und bezeichnete den Schritt als humanitäre Geste.

Berichte über Drohnenaktivitäten und Warnmeldungen in der Hauptstadt innerhalb weniger Minuten nach der Ankündigung schürten jedoch die Skepsis unter den Ukrainern.

Tiefe Skepsis

Die Reaktionen in der Ukraine waren vorsichtig, geprägt von früheren Waffenstillständen, die nicht gehalten hatten.

Elhan Nuriyev von der Union der Offiziere der Ukraine sagte gegenüber Kyiv Post, dass bereits Sirenen heulten, als sich die Nachricht von der Waffenruhe verbreitete.

Er sagte, der Zeitpunkt der Ankündigung inmitten laufender Angriffe wecke Zweifel an ihrer Aufrichtigkeit und fügte lediglich hinzu: „Warten wir es ab.“

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Widersprüchliche Darstellungen

Die Ukraine hatte zuvor die Idee einer Oster-Waffenruhe ins Spiel gebracht, wobei Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte, das Land sei offen für eine Pause, die seine „Würde und Souveränität“ nicht beeinträchtigen würde.

Der Kreml wies diesen Vorschlag zurück, wobei Sprecher Dmitri Peskow argumentierte, er sei nicht klar definiert, und bestand darauf, dass Russland einen dauerhaften Frieden und keinen vorübergehenden Waffenstillstand anstrebe.

Nuriyev stellte Moskaus Absichten in Frage und deutete an, dass der Schritt eher symbolisch als substanziell sei.

„Es gibt eine Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA, und Putin möchte gesehen werden, wie er dasselbe tut“, sagte er. „Es ist ein Versuch, Russland auf eine Stufe mit den USA zu stellen. Es ist nichts weiter als ein PR-Gag.“

Zerbrechliche Hoffnungen

Der Kreml erklärte, es seien Befehle erteilt worden, die Kämpfe einzustellen, und wies die Truppen gleichzeitig an, bereit zu bleiben, auf Provokationen zu reagieren.

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Selenskyj sagte, die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten hätten eine kurze diplomatische Chance eröffnet, und bezeichnete sie als eine „Welle der Hoffnung“ und ein „kleines diplomatisches Fenster“.

Dennoch bleibt für viele Ukrainer die Aussicht auf Ruhe ungewiss, insbesondere während des orthodoxen Osterfestes, einer Zeit, die traditionell von Gottesdiensten und Familientreffen geprägt ist.

Quellen: Kyiv Post, Digi24.