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Russland fordert Wiederaufnahme von Gesprächen an einer weiteren europäischen Grenze

Transnistria, Ukraina, Moldova, map
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Wladimir Putin hat die Landkarte Europas bereits einmal neu gezeichnet.

Er annektierte die Krim, bevor er eine umfassende Invasion der Ukraine startete.

Während sich der Krieg hinzieht, wachsen die Befürchtungen, dass Moskaus Ambitionen dort nicht enden könnten.

Nun drängt Russland auf die Wiederaufnahme von Gesprächen in einer weiteren angespannten Grenzregion.

Forderung nach Gesprächen

Russland drängt auf die rasche Wiederaufnahme der Verhandlungen über Transnistrien im sogenannten 5+2-Format, wie TASS berichtet und von digi24 zitiert wird.

Der stellvertretende Außenminister Michail Galusin erklärte, Moskau unterstütze die „schnellste und bedingungslose Wiederaufnahme“ der Gespräche und bezeichnete sie als den einzig wirksamen Mechanismus zur Beilegung des Konflikts.

Das Format ist seit mehreren Jahren inaktiv.

Galusin warf sowohl Moldau als auch der Ukraine vor, Fortschritte zu blockieren, und sagte, ihre Positionen hätten Treffen seit 2019 verhindert.

Er argumentierte, dass alternative Diskussionen zwischen Chișinău und Tiraspol in einem reduzierten „1+1“-Format nicht ausgereicht hätten, um eine Lösung herbeizuführen.

Ihm zufolge bleibt das größere Format für sinnvolle Verhandlungen unerlässlich.

Das Format erklärt

Der 5+2-Rahmen umfasst Moldau und die abtrünnige Region Transnistrien, zusammen mit Mediatoren und Beobachtern.

Zu den Teilnehmern gehören Russland, die Ukraine und die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), wobei die Vereinigten Staaten und die Europäische Union als Beobachter fungieren.

Moskau vertritt die Ansicht, dass die Struktur internationale Legitimität und die notwendigen Instrumente zur Bewältigung des Konflikts besitzt.

Das russische Außenministerium hat auf ein bevorstehendes Treffen zwischen moldauischen und transnistrischen Vertretern als möglichen Schritt nach vorn hingewiesen.

Beamte äußerten die Hoffnung, dass die für den 16. April angesetzten Gespräche dazu beitragen könnten, umfassendere Verhandlungen wiederzubeleben.

Quellen: TASS, News.ro, Iswestija, Digi24.