Zivilisten leben oft unter ständiger Bedrohung, abgeschnitten von ihren Familien und gezwungen, sich in gefährlichen Situationen zurechtzufinden.
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Für manche hängt das Überleben davon ab, sich versteckt zu halten und auf eine Chance zur Flucht zu warten.
In einem Fall ergab sich diese Gelegenheit durch eine sorgfältig koordinierte Mission.
Jahre im Versteck
Nach Angaben der ukrainischen Seestreitkräfte wurde ein Verwandter eines Angehörigen des Marine Corps in einer komplexen Operation erfolgreich aus russisch besetztem Gebiet evakuiert.
Der Mann soll sich nach einer Auseinandersetzung, bei der er zur Verteidigung seines Eigentums einen russischen Soldaten erschoss und einen weiteren verletzte, versteckt gehalten haben.
Er wurde verwundet, festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht, bevor ihm die Flucht gelang.
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Lange Flucht
Nach seiner Flucht aus der medizinischen Einrichtung legte der Mann trotz seiner Verletzung rund 60 Kilometer (37 Meilen) zurück.
Anschließend entging er jahrelang den Besatzungstruppen, bevor er schließlich den Kontakt zu seiner Familie wiederherstellte.
Nachdem der Kontakt hergestellt war, wurden Pläne für die Evakuierung in die Wege geleitet.
Operation gestartet
Die Mission wurde von der Spezialeinheit der Marine unter dem Namen „Angels“ mit Unterstützung einer Marinebrigade, von Grenzschutzbeamten und einem Regiment für unbemannte Systeme durchgeführt.
Ihm wurden detaillierte Anweisungen gegeben, wie er sich in dem Gebiet bewegen und einer Entdeckung entgehen kann.
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Aufgrund heftiger Kämpfe und der Gefahr der Entdeckung legte er rund 10 Kilometer mit dem Fahrrad zurück, um einen bestimmten Treffpunkt zu erreichen.
Drohnen-Deckung
Während der gesamten Reise überwachten ukrainische Aufklärungsdrohnen seine Bewegung, während FPV-Drohnen Schutz boten.
Russische Kontrollpunkte entlang der Route wurden Berichten zufolge angegriffen, um eine sicherere Passage zu schaffen.
Nach dem Zusammenschluss mit einer Eskortengruppe setzte der Mann seinen Weg über Feldwege fort, wobei Teile der Strecke zu Fuß zurückgelegt wurden, um einer Entdeckung zu entgehen.
Sichere Rückkehr
Die Operation endete damit, dass der Mann sicher ukrainisch kontrolliertes Gebiet erreichte, wo er inzwischen mit seiner Familie wiedervereinigt wurde.
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Die ukrainischen Seestreitkräfte erklärten, der Erfolg sei sowohl der Entschlossenheit des Zivilisten als auch der Koordination mehrerer Militäreinheiten zu verdanken.
Die Einheit „Angels“ hat Berichten zufolge in den letzten vier Jahren mehr als 100 Militärangehörige und Zivilisten gerettet.
Quellen: Pressedienst der ukrainischen Seestreitkräfte, Ukrainska Prawda.