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Verzweifelter Putin eilt zu Verbündetem, während dieser sich dem Westen zuwendet: „Das wird einfach nicht funktionieren“

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Die Navigation globaler Allianzen kann für kleinere Nationen, die zwischen massiven Supermächten gefangen sind, ein heikler Balanceakt sein.

Wenn ein Land versucht, die Kluft zwischen gegnerischen geopolitischen Fraktionen zu überbrücken, fordern seine traditionellen Verbündeten oft eine eindeutige Wahl.

Steigende Spannungen

Der russische Präsident Wladimir Putin begibt sich auf einen entscheidenden dreitägigen diplomatischen Besuch in Kasachstan.

Er plant, Armeniens sich wandelnde geopolitische Loyalitäten und seine wachsenden Ambitionen, der Europäischen Union beizutreten, direkt anzusprechen.

Moskau hat diesen Westkurs offen kritisiert, da sich die Beziehungen zwischen den ehemaligen Sowjetverbündeten rapide verschlechtern.

Armenien hat mehrere Jahre damit verbracht, stärkere politische und wirtschaftliche Beziehungen zu westlichen Staats- und Regierungschefs in Brüssel sorgfältig zu pflegen.

Eine strenge Warnung

Die innenpolitische Frustration erreichte ihren Höhepunkt, nachdem Moskau es versäumte, das Land während schwerer militärischer Konflikte mit dem benachbarten Aserbaidschan zu schützen.

Laut AFP verabschiedete Eriwan zuvor ein nationales Gesetz, das seine langfristigen Ziele zum Beitritt zur EU formell darlegte.

Die kleine Nation beherbergt jedoch immer noch einen permanenten russischen Militärausposten und bleibt Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion.

Kreml-Außenpolitikberater Juri Uschakow enthüllte, dass Putin das strittige Thema auf einem bevorstehenden Wirtschaftsgipfel ansprechen wird.

Wirtschaftliche Folgen

Uschakow machte deutlich, dass Moskau eine Doppelmitgliedschaft in beiden konkurrierenden Handelsverbänden als völlig unrealistisch ansieht.

„Putin hat wiederholt betont, dass es unmöglich ist, gleichzeitig zwei Vereinigungen anzugehören. Das wird einfach nicht funktionieren“, erklärte Uschakow.

Der Kreml-Berater merkte an, dass der Handelsblock Armenien zwar nicht formell ausschließen kann, jedes Land jedoch die Zusammenarbeit einstellen kann.

Die schwerwiegenden Folgen und wirtschaftlichen Risiken eines solch drastischen Schrittes müssten während des Gipfels gründlich debattiert werden, fügte er hinzu.

Gipfel mit hohen Einsätzen

An dem hochrangigen regionalen Treffen werden prominente Staats- und Regierungschefs wie der belarussische Präsident Alexander Lukaschenka und der kasachische Präsident Qassym-Schomart Toqajew teilnehmen.

Ein armenischer Vizeminister soll die Nation auf dem Gipfel vertreten, anstelle von Premierminister Nikol Paschinjan.

Putin wird auch an einem großen Wirtschaftsforum in Astana teilnehmen und private bilaterale Gespräche mit lokalen kasachischen Beamten führen.

Top-Führungskräfte der russischen Raumfahrtagentur Roskosmos und des Nukleargiganten Rosatom werden den russischen Präsidenten bei diesen Gesprächen begleiten.

Die beiden Nachbarstaaten planen, rund 15 separate Abkommen abzuschließen, die wichtige Sektoren wie Energie, Wirtschaft und regionalen Tourismus abdecken.

Quellen: AFP