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Hungerskrise verschärft sich, während der Krieg den Sudan verwüstet

Flyktingar Sudan
DFID - UK Department for International Development / Wiki Commons

Millionen Menschen im Sudan leben inzwischen am Rande des Existenzminimums, während sich der Hunger rasch ausbreitet und der Krieg das Land weiterhin verwüstet.

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Hilfsorganisationen warnen, dass sich die Lage verschlechtert, während die Sorge wächst, dass sich die Krise weiter ausweiten könnte.

Laut Reuters erklärt eine Koalition humanitärer Organisationen, dass große Teile der sudanesischen Bevölkerung von nur einer Mahlzeit am Tag leben.

Hunger breitet sich schnell aus

Der Bericht, erstellt von Organisationen wie Action Against Hunger und dem Norwegian Refugee Council, hebt die schweren Bedingungen in den von Konflikten betroffenen Regionen hervor.

„In den beiden am stärksten vom Konflikt betroffenen Gebieten – Nord-Darfur und Süd-Kordofan – können Millionen von Familien nur eine Mahlzeit am Tag zu sich nehmen“, heißt es in dem Bericht.

„Oft verzichten sie ganze Tage lang auf Nahrung“, wird ergänzt.

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Viele Menschen sind gezwungen, Blätter oder Tierfutter zu essen, um zu überleben, was das Ausmaß der Verzweiflung unterstreicht.

Krieg treibt Hungersnot voran

Der Konflikt im Sudan zwischen der Armee und den Rapid Support Forces tritt nun in sein drittes Jahr ein und verschärft eine der größten humanitären Krisen der Welt.

Die Kämpfe haben Millionen Menschen vertrieben und Landwirtschaft, Handel sowie die Verteilung von Hilfsgütern beeinträchtigt.

Dem Bericht zufolge werden Gemeinschaften durch zerstörte Felder, beschädigte Märkte und den Einsatz von Hunger als Waffe in Richtung Hungersnot gedrängt.

Dementis und Daten

Behörden haben Berichte über eine sich ausbreitende Hungersnot zurückgewiesen, während gegnerische Kräfte die Verantwortung für die Bedingungen in den von ihnen kontrollierten Gebieten bestreiten.

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Das Ausmaß der Not ist jedoch deutlich.

Reuters berichtet, dass 61,7 % der Bevölkerung, rund 28,9 Millionen Menschen, von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind.

Frühere Bewertungen haben bereits Hungersnotbedingungen in Teilen des Landes bestätigt, darunter al-Fashir und Kadugli.

Hilfe unter Druck

Hilfsmaßnahmen geraten zunehmend unter Druck, da der Bedarf steigt und die Finanzierung sinkt.

Gemeinschaftsküchen sind immer stärker überlastet, während Kürzungen großer Geber die Reaktionsfähigkeit von Hilfsorganisationen einschränken.

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Der Bericht basiert auf Interviews mit Bauern, Händlern und humanitären Helfern und vermittelt ein detailliertes Bild des täglichen Überlebenskampfes.

Frauen besonders gefährdet

Frauen und Mädchen sind angesichts der sich verschärfenden Krise erhöhten Risiken ausgesetzt.

Sie sind Gewalt ausgesetzt, wenn sie Wasser holen, auf Feldern arbeiten oder zu Märkten reisen.

Der Bericht ergab, dass von Frauen geführte Haushalte dreimal häufiger von Nahrungsmangel betroffen sind als solche unter männlicher Leitung.

Quellen: Reuters

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