OpenAI hat seine Videogenerierungs-App Sora eingestellt und die Partnerschaft mit Disney beendet, während das Unternehmen seinen Fokus auf Robotik und autonome KI-Technologien verlagert.
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OpenAI hat eines seiner prominentesten KI-Tools eingestellt und damit eine plötzliche strategische Kehrtwende vollzogen.
Die Entscheidung beendet zugleich eine viel beachtete Partnerschaft mit Disney, die einst als Beginn einer neuen Ära für KI in der Unterhaltungsbranche galt.
Laut BBC hat OpenAI bestätigt, dass seine Videogenerierungs-App Sora weniger als zwei Jahre nach ihrer Einführung eingestellt wird.
Das Unternehmen erklärte, Ressourcen würden auf andere Bereiche, darunter Robotik, verlagert.
OpenAI fügte hinzu, dass sowohl die Verbraucherversion von Sora als auch die professionelle Plattform zur Videoerstellung abgeschaltet werden.
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Ein Sprecher sagte, der Fokus liege künftig auf Technologien, „die Menschen dabei helfen, reale physische Aufgaben zu lösen“.
Ende einer Partnerschaft
Der Schritt beendet auch das Abkommen zwischen OpenAI und Disney, das die Nutzung bekannter Figuren in KI-generierten Videos ermöglichte.
„Wir respektieren OpenAIs Entscheidung, das Geschäft mit der Videogenerierung zu verlassen und sich auf andere Prioritäten zu konzentrieren“, erklärte ein Disney-Sprecher laut BBC.
Das Unternehmen fügte hinzu, dass es KI weiterhin über andere Plattformen erforschen werde, während der Schutz geistigen Eigentums gewährleistet bleibe.
Die 2025 geschlossene Partnerschaft galt als Meilenstein in der Verbindung von Hollywood und künstlicher Intelligenz.
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Auswirkungen auf die Branche
Die Einführung von Sora im Jahr 2024 sorgte weltweit für Aufmerksamkeit, da die Technologie realistische Videos aus einfachen Eingaben erzeugen konnte — und damit sowohl Begeisterung als auch Besorgnis in der Kreativbranche auslöste.
Kritiker warnten, dass die Technologie Arbeitsplätze in Film und Medien gefährden und rechtliche Konflikte um Urheberrechte auslösen könnte.
Gleichzeitig verschärfte sich der Wettbewerb. Neue Anbieter, darunter das chinesische Unternehmen Seedance, gewannen an Bedeutung, nachdem virale Clips mit KI-generierten Hollywood-ähnlichen Szenen verbreitet wurden.
Neue Ausrichtung
OpenAI erklärte, ähnliche Technologien künftig in anderen Bereichen einzusetzen, darunter Robotik und sogenannte „agentische“ Systeme, die mit minimalem menschlichem Eingreifen agieren können.
Das Unternehmen betonte, dass seine Bildgenerierungsfunktionen innerhalb von ChatGPT nicht betroffen seien.
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Die Veränderung deutet auf eine breitere Abkehr von unterhaltungsorientierter KI hin zu Systemen, die auf praktische Anwendungen in der realen Welt ausgerichtet sind.
Quellen: BBC