Spanien hat ein 5-Milliarden-Euro-Paket verabschiedet, um steigende Kraftstoffpreise und wirtschaftliche Risiken infolge des Iran-Kriegs abzufedern, während Ministerpräsident Pedro Sánchez vor direkten Kosten für Haushalte warnt.
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Spanien ergreift Maßnahmen, um seine Wirtschaft vor den Folgen des Iran-Konflikts zu schützen, da steigende Kraftstoffpreise Haushalte und Unternehmen zunehmend belasten.
Ein umfassendes Unterstützungspaket signalisiert wachsende Besorgnis in Madrid über Inflation und eine sich abschwächende Wirtschaft infolge der Krise.
Laut Euronews hat das spanische Parlament ein Paket im Umfang von 5 Milliarden Euro verabschiedet, das darauf abzielt, die wirtschaftlichen Belastungen durch den Krieg abzufedern. Die Maßnahmen wurden mit 175 Stimmen dafür, 33 dagegen und 141 Enthaltungen angenommen.
Ministerpräsident Pedro Sánchez erklärte, das Paket solle wichtige Branchen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen vor steigenden Kosten schützen.
„Diese Maßnahmen sollen unsere produktiven Sektoren und die am stärksten gefährdeten Menschen schützen“, sagte er bei der Vorstellung des Plans.
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Preise steigen
Die Kraftstoffpreise sind seit Beginn des Konflikts stark gestiegen. Sie kletterten von 1,3 Euro pro Liter Ende Februar auf etwa 1,8 Euro in den letzten Tagen.
Um dem entgegenzuwirken, senkt die Regierung die Mehrwertsteuer auf Gas und Kraftstoffe, was die Preise an der Zapfsäule um bis zu 0,3 Euro pro Liter senken könnte.
Für Autofahrer bedeutet dies Einsparungen von rund 20 Euro pro Tankfüllung, so Euronews.
Weitere Maßnahmen umfassen eine Subvention von 0,2 Euro pro Liter für Transportunternehmen, Landwirte, Viehzüchter und Fischer sowie Senkungen der Stromsteuern.
Wirtschaftlicher Puffer
Spanien, die viertgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, hat zuletzt viele europäische Länder übertroffen, getragen von Konsum, Tourismus und Exporten, berichtet Euronews.
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Nun befürchten die Behörden, dass der Iran-Krieg diese Dynamik durch steigende Energiekosten und sinkende Nachfrage bremsen könnte.
Die Maßnahmen der Regierung sollen eine breitere Abschwächung verhindern und gleichzeitig zentrale Sektoren unterstützen.
Politische Haltung
Sánchez hat sich auch klar gegen die militärische Kampagne positioniert und zuvor US-Anfragen abgelehnt, spanische Stützpunkte für Operationen gegen Iran zu nutzen.
Er stellte einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konflikt und den steigenden Kosten für die Bevölkerung her.
„Jede Bombe, die im Nahen Osten fällt, landet — wie wir bereits sehen — in den Geldbörsen unserer Familien“, sagte Sánchez im Parlament.
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Diese Aussagen spiegeln die breitere Haltung Madrids wider, dass der Krieg sowohl rechtliche als auch wirtschaftliche Folgen für Europa hat.
Quellen: Euronews