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Wie Donald Trump ohne Amtsenthebung aus dem Amt entfernt werden könnte

Donald Trump
The White House / Wiki Commons

Wie der 25. Verfassungszusatz einen US-Präsidenten aus dem Amt entfernen könnte.

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Die jüngste Kontroverse um Donald Trump hat eine Debatte über einen wenig bekannten, aber mächtigen verfassungsrechtlichen Mechanismus neu entfacht.

Nach einer provokanten Botschaft an einen europäischen Staatschef fragen Kritiker erneut, ob es einen Weg gibt, einen Präsidenten ohne ein Amtsenthebungsverfahren aus dem Amt zu entfernen.

Rechtsexperten sagen, dass diese Möglichkeit auf dem Papier existiert, ihre Anwendung in der Praxis jedoch äußerst schwierig wäre.

Streit um Grönland

Die Aufmerksamkeit richtete sich erneut auf den 25. Verfassungszusatz, nachdem Trump einen Brief an den norwegischen Premierminister Jonas Gahr Støre geschickt hatte, in dem er bekräftigte, die Vereinigten Staaten benötigten die „vollständige und totale Kontrolle über Grönland“.

In dem Schreiben erklärte Trump außerdem, er fühle sich nicht länger verpflichtet, „ausschließlich an Frieden zu denken“, und beklagte sich darüber, dass Norwegen ihm den Friedensnobelpreis nicht verliehen habe – eine Entscheidung eines unabhängigen Komitees.

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Die Äußerungen stießen auf scharfe Kritik, zumal Grönland ein autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark ist, eines weiteren NATO-Mitglieds.

Trump hat wiederholt argumentiert, die Insel sei für die Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung, und hat den Einsatz militärischer Gewalt nicht ausgeschlossen – ein Szenario, das nach Ansicht von Experten das NATO-Bündnis erschüttern würde.

Forderungen der Demokraten

Nach dem Brief forderten mehrere Demokraten die Anwendung des 25. Verfassungszusatzes, der die Absetzung eines Präsidenten ermöglicht, wenn dieser als unfähig gilt, die Amtsgeschäfte auszuüben.

Die Abgeordneten Yassamin Ansari und Sydney Kamlager-Dove sowie Senator Ed Markey brachten diese Möglichkeit öffentlich ins Spiel.

Seit seiner Rückkehr ins Amt vor einem Jahr hat Trump seine Rhetorik zur Annexion Grönlands verschärft, was die verfassungsrechtlichen Schutzmechanismen zur Begrenzung präsidialer Macht erneut in den Fokus gerückt hat.

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Was der Verfassungszusatz vorsieht

Der 25. Verfassungszusatz wurde 1967 nach der Ermordung von John F. Kennedy ratifiziert. Er sollte Fälle der Amtsunfähigkeit des Präsidenten regeln, insbesondere bei medizinischen Notfällen.

Abschnitt 4 erlaubt es dem Vizepräsidenten und einer Mehrheit des Kabinetts festzustellen, dass der Präsident nicht in der Lage ist, seine Amtsgeschäfte auszuüben.

Der Vizepräsident wird dann geschäftsführender Präsident.

Legt der Präsident Widerspruch ein, muss der Kongress entscheiden. Für seine Absetzung ist eine Zweidrittelmehrheit sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat erforderlich.

Rechtliche Grenzen

Mark Graber, Rechtsprofessor an der University of Maryland in Baltimore, sagte gegenüber Newsweek, der Verfassungszusatz sei für Fälle medizinischer Amtsunfähigkeit wie Bewusstlosigkeit gedacht gewesen.

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Trumps Verhalten möge für manche politisch disqualifizierend sein, erreiche jedoch nicht die rechtliche Schwelle, die der Zusatz vorsieht, so Graber.

Brian Kalt von der Michigan State University erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass Trumps Kabinett die Äußerungen zu Grönland als ausreichenden Grund für ein Eingreifen ansehen würde. Die Entscheidung liege vollständig bei den engsten Mitarbeitern des Präsidenten.

Experten sind sich einig, dass der 25. Verfassungszusatz kaum angewendet werden dürfte.

Dennoch könnte Trump weiterhin mit einem Amtsenthebungsverfahren konfrontiert werden. Der republikanische Abgeordnete Don Bacon aus Nebraska warnte, ein Versuch, Grönland mit Gewalt zu übernehmen, könne Trumps Präsidentschaft beenden, da Republikaner ein solches Vorgehen nicht tolerieren würden.

Quellen: Newsweek

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