Startseite Österreich Kein Durchbruch für Elektro-Polizeiautos in Österreich

Kein Durchbruch für Elektro-Polizeiautos in Österreich

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Der Feldversuch mit Elektrofahrzeugen läuft aus.

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Während mehrere europäische Staaten bereits auf Elektrofahrzeuge im Polizeidienst setzen, zieht das österreichische Innenministerium nach einem eigenen Testlauf eine gegenteilige Bilanz.

Das Projekt wird zum Jahresende eingestellt.

Europa als Vergleich

Wie der Kurier berichtet, nutzen die Schweiz, Schottland, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Italien, Spanien sowie Deutschland Elektrofahrzeuge bei der Polizei.

In Österreich fällt die Bewertung hingegen zurückhaltender aus. Nach Angaben des Innenministeriums, über die der ORF berichtet, seien Elektroautos für den operativen Polizeidienst derzeit nur bedingt geeignet.

Die Entscheidung basiert auf einem mehrmonatigen Praxistest unter realen Bedingungen.

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Test unter Realbedingungen

Seit Januar 2024 wurden im Rahmen des Projekts „Tron“ insgesamt 24 Fahrzeuge erprobt. Zum Einsatz kamen Modelle wie VW ID.3, VW ID.4 sowie ein Porsche Taycan, der für den Autobahndienst vorgesehen war.

Die Tests fanden in Tirol, Salzburg, Niederösterreich und Wien statt. Ziel war es, die Alltagstauglichkeit im Streifen- und Einsatzdienst zu prüfen.

Nach Auswertung der Erfahrungen nennt das Ministerium zwei zentrale Faktoren: die bestehende Ladeinfrastruktur sowie das erhöhte Gesamtgewicht durch polizeispezifische Ausrüstung. Beides schränke die Einsatzfähigkeit ein.

Einsatz nur eingeschränkt

„Positiv beurteilt wird aktuell lediglich der Einsatz als Botenfahrzeuge außerhalb des polizeilichen Einsatzgeschehens. Diese Einschätzungen decken sich teilweise auch mit den Erfahrungen anderer Blaulichtorganisationen“, teilte das Innenministerium mit.

Damit beschränkt sich die Nutzung nach derzeitigem Stand auf unterstützende Aufgaben außerhalb akuter Einsätze.

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Das Ressort betont jedoch, die technologische Entwicklung im Bereich alternativer Antriebe weiter beobachten zu wollen. Angesichts schneller Fortschritte auf dem Markt sei eine spätere Neubewertung nicht ausgeschlossen.

Quellen: Kurier, ORF