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Putins Verbündeter wendet sich trotz Warnungen von Russland ab und den USA zu

Vladimir Putin
miss.cabul / Shutterstock.com

Die Trennung von einem langjährigen Partner ist immer mit einem hohen Preis verbunden.

Wenn dieser Partner alle Trümpfe in der Hand hält und die Wirtschaft der Region kontrolliert, erfordert ein Abschied ernsthaften Mut.

Ein kleines Land wagt nun endlich diesen schwierigen Schritt, um neue Freunde zu finden.

Neue Freunde suchen

US-Außenminister Marco Rubio reiste kürzlich nach Eriwan, um ein umfassendes strategisches Abkommen mit dem armenischen Außenminister Ararat Mirzoyan zu besiegeln. Die historische Vereinbarung markiert laut United24media einen bedeutenden Wandel.

Armenien bemüht sich intensiv um den Aufbau westlicher Beziehungen, nur wenige Wochen vor einer entscheidenden Parlamentswahl am 7. Juni. Premierminister Nikol Paschinjan möchte sein Land aus Moskaus massivem Schatten befreien.

Er benötigt dringend internationale Unterstützung. Reuters berichtete, dass diese neue Partnerschaft darauf abzielt, die kleine Nation vor ausländischer Einschüchterung zu schützen.

Die Kosten des Abschieds

Dieses Vorgehen provozierte erwartungsgemäß sofortige Vergeltungsmaßnahmen des Kremls. Moskau hasst es zutiefst, die Kontrolle zu verlieren.

Die russischen Behörden verboten umgehend die Einfuhr von armenischem Brandy, Mineralwasser und Blumen. Zudem drohten sie mit einer Erhöhung der Erdgaspreise, was lokale Familien ruinieren könnte.

Die Spannungen erreichten einen Siedepunkt, nachdem Paschinjan einen kürzlich stattgefundenen, von Moskau geführten Handelsgipfel ausgelassen hatte. Der russische Präsident Wladimir Putin verspottete die Situation gänzlich. Er bezeichnete sie laut Reuters als eine mögliche „gegenseitig vorteilhafte Scheidung“.

Paschinjan wies diese dramatische Darstellung zurück. Er besteht darauf, dass seine Regierung lediglich internationalen Standardregeln folge, während sie sich der Europäischen Union nähere.

Suche nach Mineralien

Die neue amerikanische Partnerschaft geht weit über bloße politische Unterstützung hinaus. Washington strebt eindeutig Zugang zu den reichen Vorkommen des Landes an Eisen, Zink und Kupfer an.

Während der offiziellen Zeremonie hob Rubio die finanziellen Vorteile des Abkommens hervor.

Er erklärte: „Wir werden zusammenarbeiten können, um sicherzustellen, dass sowohl unsere beiden Länder als auch unsere beiden Volkswirtschaften zuverlässigen Zugang zu diesen kritischen Mineralien haben werden“, so Reuters.

Eine neue Handelsroute

Die beiden Nationen einigten sich auch darauf, ein mit Spannung erwartetes Transitprojekt zu unterstützen. Der 43 Kilometer lange Weg führt direkt durch Südarmeien.

Offizielle bezeichnen sie als „Trump Route for International Peace and Prosperity“ oder TRIPP. Diese Straße verschafft dem benachbarten Aserbaidschan eine direkte Verbindung zur Türkiye.

Für Washington birgt dieser winzige Landstreifen einen enormen Wert. Er schafft eine brandneue Lieferkette zwischen Europa und Asien, die sowohl Russland als auch den Iran vollständig umgeht.