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Apotheker rät: Nasenspray nach Erkältung entsorgen

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Wenn eine Erkältung überstanden ist, verschwinden Medikamente meist wieder im Badezimmerschrank.

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Halspastillen, Thermometer oder Hustensaft werden aufgehoben – schließlich könnten sie beim nächsten Infekt erneut gebraucht werden. Doch bei Nasenspray ist Vorsicht geboten.

Alexander Schmitz, Apotheker aus Dannenberg, empfiehlt, angebrochene Sprays nach einer überstandenen Infektion nicht weiter zu verwenden.

Der Grund liegt in der Anwendung selbst: Während der Erkältung kommt die Sprühöffnung zwangsläufig mit der Nasenschleimhaut in Berührung.

Dort sitzen Krankheitserreger. Das lasse sich kaum vermeiden – „egal, wie vorsichtig man ist“, erklärt Schmitz.

Keime können im Fläschchen bleiben

Durch den Kontakt besteht die Möglichkeit, dass Erreger in das Innere der Flasche gelangen. Im feuchten Milieu könnten sie sich halten.

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Wer das Spray bei einer späteren Erkältung erneut benutzt, riskiert unter Umständen, Keime wieder aufzunehmen.

Aus hygienischen Gründen sei es daher sicherer, angebrochene Präparate nach der Erkrankung zu entsorgen.

Zudem warnt der Apotheker davor, ein Nasenspray innerhalb der Familie zu teilen. „Übrigens sollte auch jedes Familienmitglied ein eigenes Nasenspray verwenden“, betont Schmitz.

Andernfalls bestehe die Gefahr, „dass man die Erreger immer schön im Kreis weitergibt“.

Arzneimittel richtig entsorgen

Auch bei der Entsorgung gibt es klare Empfehlungen. Arzneimittelreste sollten keinesfalls über Toilette oder Waschbecken beseitigt werden, da Wirkstoffe so in den Wasserkreislauf gelangen können.

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Das Umweltbundesamt rät dazu, flüssige Medikamente mitsamt Behältnis über den Restmüll zu entsorgen. Allerdings können die Vorgaben je nach Kommune unterschiedlich sein.

Welche Regelungen vor Ort gelten, lässt sich über die Website www.arzneimittelentsorgung.de nachlesen.

Quellen: Angaben von Apotheker Alexander Schmitz sowie Hinweise des Umweltbundesamtes, Bunte