Präsident Donald Trump hat versucht, sich ins Zentrum einer neuen diplomatischen Initiative zu stellen, die er „Board of Peace“ nennt.
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Als mutige Alternative zu traditionellen internationalen Institutionen dargestellt, soll die Initiative die Weltmächte unter Führung der USA zusammenbringen.
Trotz Trumps Zuversicht haben sich jedoch mehrere der einflussreichsten Staaten der Welt bislang nicht offiziell angeschlossen.
„Jeder will dabei sein“
Bei einem Gespräch mit Reportern in Washington erklärte Trump, das Projekt gewinne an Dynamik.
„Es war sehr erfolgreich. Jeder wird dabei sein wollen. Jeder will dabei sein“, sagte er und fügte hinzu, dass einige Regierungen lediglich noch eine gesetzliche Zustimmung benötigten, bevor sie beitreten könnten.
Auf die Frage, welche Länder er besonders gerne einbinden würde, zögerte Trump nicht.
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„Ich würde China und Russland sehr gerne dabeihaben. Sie wurden eingeladen. Man braucht beide. Man braucht alle Richtungen.“
Bislang haben jedoch weder Peking noch Moskau die Einladung formell angenommen. Der russische Präsident Wladimir Putin erklärte, er prüfe den Vorschlag, während China sich noch nicht festgelegt hat.
Begrenzte Mitgliedschaft bislang
Derzeit sind 25 Länder dem Board of Peace offiziell beigetreten. Dazu zählen unter anderem Bahrain, Aserbaidschan, Ungarn und Katar.
Fast 50 Staaten sowie die Europäische Union entsandten Vertreter zu einem jüngsten Treffen in Washington. Mehr als ein Dutzend Länder, darunter Deutschland, Italien, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich, nahmen jedoch lediglich als Beobachter teil, ohne sich formell anzuschließen.
Mehrere Staats- und Regierungschefs waren persönlich anwesend, darunter der indonesische Präsident Prabowo Subianto, der argentinische Präsident Javier Milei und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán.
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Alternative diplomatische Initiativen
China treibt parallel eine eigene Vermittlungsplattform voran.
Im Jahr 2025 startete Peking in Hongkong die Internationale Organisation für Mediation, die als zwischenstaatliches Gremium zur Beilegung von Streitigkeiten durch Dialog gemäß Artikel 33 der UN-Charta beschrieben wird.
Auch der Vatikan äußerte Vorbehalte gegenüber Trumps Initiative. Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin erklärte, das Krisenmanagement auf internationaler Ebene solle in erster Linie im Rahmen der Vereinten Nationen verbleiben.
Trump zog zudem die Einladung an Kanada zurück, nachdem der kanadische Premierminister Mark Carney Kritik geäußert hatte.
Trotz der Zurückhaltung bleibt Trump zuversichtlich.
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„Fast alle haben zugesagt, und die, die es noch nicht getan haben, werden es tun“, sagte er. „Und manche spielen ein bisschen schlau, das funktioniert nicht. Mit mir kann man nicht schlau spielen.“
Quelle: Express