Große diplomatische Durchbrüche beruhen oft auf Vertrauen, vertraulichen Zusicherungen und sorgfältiger Kommunikation zwischen Staatschefs.
Gerade lesen andere
Doch neu bekannt gewordene Geheimdienstinformationen deuten darauf hin, dass hinter verschlossenen Türen womöglich ganz andere Gespräche geführt werden.
Von Großbritannien abgefangene und mit den Vereinigten Staaten geteilte Geheimdienstinformationen sollen zeigen, dass russische Offizielle US-Präsident Donald Trump privat als „naiv“ verspotteten, weil er glaube, Wladimir Putin wolle Frieden in der Ukraine, berichtete der Daily Express.
Abhörerkenntnisse und Vorwürfe
Die Vorwürfe gehen auf einen Bericht von Tim Shipman im Februar 2026 im Magazin The Spectator zurück und basieren auf Material, das das Vereinigte Königreich mit Washington geteilt haben soll.
Eine hochrangige Sicherheitsquelle erklärte, die Abhörprotokolle zeigten: „Die Russen machen sich privat über Trumps Naivität in Bezug auf Putins Absichten lustig. Putin will den Krieg nicht beenden.“
Dem Bericht zufolge verdeutlichten die Botschaften eine Kluft zwischen dem öffentlichen Lob des Kremls für Trump und den angeblich zynischeren privaten Einschätzungen.
Lesen Sie auch
Öffentliches Lob, private Geringschätzung
Laut dem Bericht habe Putin öffentlich wohlwollend über Trump gesprochen, während Offizielle ein als „immobilienähnlich“ beschriebenes Friedensabkommen ins Spiel brachten.
Mitglieder der russischen Elite sollen den US-Präsidenten jedoch als „nützliches Werkzeug“ betrachtet haben, das die ideologische Natur des Konflikts nicht vollständig verstehe.
Der Daily Express schrieb, die Enthüllungen könnten die ohnehin angespannten Beziehungen weiter belasten, die von öffentlicher Schmeichelei, gelegentlichen Beleidigungen und militärischer Symbolik geprägt seien.
Sticheleien und U-Boote
Die Spannungen sollen im September 2025 zugenommen haben, nachdem Trump die militärische Leistungsfähigkeit Russlands verspottet und das Land als „Papiertiger“ bezeichnet hatte.
Später wiederholte er die Beleidigung auf Truth Social und schrieb: „Ihr kämpft seit vier Jahren einen Krieg, der eine Woche hätte dauern sollen. Seid ihr ein Papiertiger?“
Lesen Sie auch
Putin reagierte im Oktober beim Valdai-Diskussionsforum mit den Worten: „Ein Papiertiger? Dann geht und legt euch mit diesem Papiertiger an. Wenn wir gegen den gesamten NATO-Block kämpfen und weiter vorrücken … was ist dann die NATO selbst?“
Im August 2025 soll Dmitri Medwedew das, was er als Trumps „Ultimatum-Diplomatie“ bezeichnete, verspottet und ihm vorgeworfen haben, „Zombie-Spiele“ zu spielen, heißt es in dem Bericht.
Trump erklärte daraufhin, er habe zwei Atom-U-Boote in „geeignete Regionen“ nahe Russland verlegen lassen, als Vorsichtsmaßnahme nach Medwedews „provokativen“ Äußerungen.
Medwedew entgegnete später spöttisch: „Moskau hat kein Anzeichen für die Atom-U-Boote gesehen, deren Verlegung Trump behauptet hat … vielleicht sollte er darüber nachdenken, ob Putin von ihm enttäuscht ist.“
Quellen: Daily Express, The Spectator